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VI. Thüringer Landesmeisterschaft (LG) im Sommerbiathlon -Massenstart - am 14.05.2006 in Frankenhain

Bei Nieselregen und 10 Grad fuhr ich heute Morgen nach Frankehain ins Biathlonzentrum, um zum ersten Mal bei den Thüringer Meisterschaften zuzuschauen. Am Ziel angekommen fing die Sonne auch etwas an zu lachen und so blieb der Wettkampf  von einer Regeneinlage verschont. Da ich beim Nachwuchs öfters zu Orientierungslosigkeit neige und ohne Startlisten verloren bin, habe ich mir diese zuerst organisiert! So habe ich dann festgestellt, dass insgesamt 13 Klassen an den Start gehen. Anders wie zu den Deutschen Meisterschaften wurde der Streckenteil in Form eines Crosslaufes bewältigt. Die Gewehre werden auf einen Ständer in der Nähe des Schießstandes platziert und brauchen nicht mit auf die Strecke. Es waren recht viele Altersklassen vertreten von Schüler bis ins hohe Alter bei den Senioren. Zum Beispiel Hans Feustel vom WSSV Suhl hat sich tapfer geschlagen und gekämpft. Sehr interessant fand ich den Demonstrationswettkamf des Bogenbiathlons! Hier gab es 3 Schießeinlagen kniend und stehend bei denen jeweils 4 Schüsse ins Schwarze treffen müssen. Leider haben bei diesem Wettkampf  nur 2 Teilnehmer mitgemacht, Tobias Greßler und Max Böttner vom SV Frankenhain. Direkt nach den Wettkämpfen habe ich mir im Vereinsgebäude die zahlreichen Bilder, Autogramme und Danksagungen der großen Athleten wie Katrin Apel, Daniel Graf, Jens Filbrich, Jenny Adler und Hanna Möller vom SV Frankenhain angesehen. Auch andere Größen wie Uschi Disl, Petra Behle, Antje Harvey, Magdalena Neuner,… sind an der Wand präsent. Am Ende habe ich mir dann noch einige Prospekte und Terminkalender unter den Arm geklemmt und mich auf den Heimweg gemacht.

2.6.07 10:14


Weltcupfinale 2005 - 2006 am Holmenkollen/ NOR

Da dieses Finale gleichzeitig Uschi Disl's letzter Weltcup war, möchte ich ihr diesen Bericht widmen!

Mittwoch, 22.03.2006: Um 00.00 Uhr morgens traf ich mich mit Nancy in Zella – Mehlis. Über Oberhof und Kassel fuhren wir dann weiter nach Dortmund zu Dani. Um ca. 03.30 Uhr waren wir schon da und so nutzte ich gleich die passende Gelegenheit um noch mal bis zum „Verwöhnfrühstück“ von Dani’ s Mutter eine Mütze voll Schlaf abzubekommen. Nachdem unsere Mägen nicht mehr knurrten fuhren uns Dani’ s Eltern zum Airport „Köln – Bonn“. Beim „Check in“ warteten wir auf Krümel und Steffi. Als unser Gepäck aufgegeben war machten wir es uns bei Burger King gemütlich und siehe da, Nancy entdeckte Yvonne, ja die Yvonne! YVONNE CATTERFELD! Inklusive Riesensonnenbrille und Bodyguards. Mit ca. 15 Minuten Verspätung und Karina, die durch ein „Check in – Chaos“ musste und somit später zu uns stieß, startete unser Flugzeug in Richtung Oslo. Um 12.30 Uhr setzten wir zur Landung auf skandinavischen Boden an. Mit dem Bus ging es dann um 13.15 Uhr weiter in den westlichen Stadtteil von Oslo. Nach einer kräftigen Konditionsprobe mit „Extremgepäckschlepping“ bergauf, erreichten wir unsere Unterkunft des Norske Vandrerhjem „Haraldsheim“. Das ist eine nette Jugendherberge, die endlich mal genügend Duschen für mich zur Verfügung hatte und somit das allmorgendliche „Badboxen“ vermied! Dani, Nancy und ich teilten uns das Zimmer neben dem von Steffi, Krümel und Karina. Wieder mal blinkten unsere roten Magenleuchten und signalisierten den Hungeralarm, der mit allerlei kleinen Mitbringsel aus der Heimat nur gedämpft werden konnte. Zimmernummer 102, dass waren wir, unternahm einen einstündigen, geschlossenen Besichtungslauf der umliegenden Gegend. Nebenbei studierten wir die Anschlussverbindungen zum Holmenkollen. Und ich deckte mich an der Rezeption mit allen möglichen Prospekten über Oslo ein. Nach einer anstrengenden Nacht und all dem Reisetrubel, legten Nancy und ich uns noch mal auf’ s Ohr. Bis zu dem Augenblick, als mein Handy mich plötzlich erschreckte. Mit einem Gefühl eine Bratpfanne ins Gesicht geschlagen bekommen zu haben, begrüßte ich später Sigi und Uschi vom Fanclub im Aufenthaltsraum. Dort verbrachte der Fanclub den Abend mit lustigen Gesprächen. Donnerstag, 23.03.2006: An diesem sonnigen Morgen frühstückten wir gut gelaunt um Punkt 08.00 Uhr. Mit der Tram fuhren wir etwa eine Stunde, inklusive Umsteigen, wo wir auch vom Andrea Henkel FC und dem Martina Glagow FC begrüßt worden, zum Holmenkollen. Den Sprint der Damen entschied Martina Glagow für sich und verwies die Italienerin Michaela Ponza auf den zweiten Rang, vor der Weißrussin Ekaterina Ivanova auf Rang 3. Nach der Siegerehrung bekam Kati Wilhelm die Kristallkugel der Einzelwertung im Sprint überreicht. Über die Kristallkugel der Einzelrennen freute sich die Russin Svetlana Ishmouratova. So langsam begannen sich die Herren einzulaufen und Raphael Poirree tat dies ganz provokativ im gelben Leibchen, leider brachte diese Taktik kein Glück! Zwischen den beiden Rennen überreichte ich Uschi mein Geschenk, das ich ja in Pokljuka vergessen hatte. Trotz Verspätung hat sie sich sichtlich darüber gefreut und Martina, ihre Freundin, blickte ihr genüsslich über die Schulter und wollte Uschi zum teilen animieren. Den Sprint der Herren verbrachte ich gemeinsam mit Dani bei Kati Wilhelm, ihrem Freund und den bayrisch sprechenden Teamtechnikern der USA an der Strecke. Ich erzählte ihr von unserer spektakulären Heimreise aus Pokljuka worauf sie nach jeder „Subtragödie“ Sch… burmelte. Sie wollte dann auch die Vorgeschichte der Panne hören… aber das steht ja schon im letzten Bericht! Neben uns konnten wir den sehr motivierten schwedischen Trainer Wolfgang Pichler beobachten, dessen Bommelmütze sanft im Wind wiegte. Ole Einar Björndalen gewann den Sprint und wurde deshalb auf einer Sänfte zum Auto getragen, wo er im Kofferraum Platz fand. Ilmars Bricis / LAT wurde zweiter vor dem Schweden Matthias Nilson. Nach der Siegerehrung liefen wir zur Schanze und warteten auf das anschließende Teamtechnikerrennen, das unsere Lachmuskeln ganz schön in Schwung brachte. Einige Biathleten wie Sophia Demije, Anna Carin Olofsson, Daniel Graf, Uschi Disl… schauten auch zu. Uschi wollte uns für ihr Fotoalbum knipsen und animierte uns zum zusammenrutschen. Nachdem wir nun lange genug im Stadion waren fuhren wir zum Abendessen in die Innenstadt und danach in unsere Herberge zurück, wo wir beim Brainstorming zu Uschi’ s letztem Rennen am Sonntag und Skipbo viel Spaß hatten. Freitag, 24.03.2006: Weil heute Training am Holmenkollen angesagt war, brauchten wir erst um 09.00 Uhr frühstücken und konnten alles einfach stressfreier angehen lassen. Um 11.00 Uhr stiegen wir in die Tram zum Training. Auf der Suche nach einem passenden Hintergrundmotiv für ein Fanclub – Gruppenfoto wurden wir bei der Statur des Königs und seinem Pudel fündig. Drei von uns nahmen auf dem Pudel Platz und der Rest drum herum. Wie auf Abruf fuhr Kati an diesem Geschehen direkt vorbei und kippte vor Lachen fast aus den Skiern. Später sahen wir Uschi und Katrin Apel beim Ski testen zu. Katrin schenkte uns ein paar Autogrammkarten und Uschi erklärte uns nach welcher Vorgehensweise sie sich speziell für ein Ski Paar entscheidet. Katrin lies noch ein paar ihrer gewohnten ironisch – chaotischen Sprüche los, bevor ich mich Hals über Kopf in die nächste Lachnummer stürzte. Kati und ich konnten uns nicht entscheiden wie man ein spezielles Wort schreibt. Bis Kati auf DIE Lösung zu stoßen schien. Wir verwendeten einfach beide Versionen aktiv und kamen später drauf, dass mindestens Dani und Uschi die richtige Schreibweise beherrschten. „ZU SPÄT!“ Als Uschi mit ihren Training fertig war, machten wir noch einige Fanclubfotos mit ihr gemeinsam. Unsere Steffi spannte kraftvoll ihre Muskeln an und trug für Uschi die ca. 10 Paar Skier den Berg hoch, wofür Uschi auch sehr dankbar war. Nach dem Training hatten wir genug Zeit, um den Nachmittag in der Innenstadt von Oslo zu verbringen. Wir besichtigten so ziemlich jedes Sportgeschäft, den Hafen mit dem Rathaus, das Schloss, das Nationaltheater und vieles mehr bis die Füße zu qualmen anfingen. Zum Regenerieren aßen wir bei Burger King und auf dem Weg zur Tram trafen wir sogar einige deutsche Athleten wie: Michael Rösch, Jörn Wollschläger, Christoph Stephan und später noch Romy Beer. In den Abendstunden begann es wieder lustig zu werden, denn wir hatten vor unserem Haus eine ideale Rodelpiste, die wir intensiv zu nutzen begannen und jegliche Art von Pannen ausschöpften. Am späteren Abend waren wir gefordert die Plakate für das letzte Rennen von Uschi Disl und Liv Grete Poirre zu gestalteten. Samstag, 25.03.2006: Wie gewöhnlich begannen wir den Tag beim gemeinsamen Frühstück. Die Kette des schönen Wetters fedelte sich auch gekonnt durch diesen Tag der Verfolgungsrennen. In der Tram machte ich eine interessante Endeckung, in Form eines nützlichen Werbeplakates, das einen recht stabilen Eindruck machte und nur so danach schrie: „Nimm mich ab, lass mich mit Autogrammen füllen, laminier mich ein und häng mich in dein Biathlonzimmer!“ Die deutschen Mädels haben sich einen netten Abschiedgruß für Uschi Disl einfallen lassen und so hatte jede von ihnen „Mach’ s Gut Uschi“ auf dem Hosenbein stehen. Wir wollten das ab fotografieren, aber Jenny Adler’ s und Katja Beer’ s Buchstaben hielten das Rennen nicht durch und fielen ab. Simone Denkinger’ s Buchstaben waren schon vor dem Rennen kaputt, wie sie traurig verkündete. Kati Wilhelm jagte am erfolgreichsten und gewann vor der Russin Anna Bogali und der starken Schwedin Anna Carin Olofsson. Kati Wilhelm nahm anschließend freudig die Kristallkugel der Einzelwertung der Verfolgungsrennen entgegen. Während die Herren im Verfolgungsrennen liefen bedankte sich die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland für die Geburtstagsgrüße per Email bei mir. Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung zu wissen, dass verschollen gedachte Worte wirklich angekommen sind! Als Kati vorbei lief, durfte ich in ihrer Tasche nach einer Autogrammkarte wühlen oder besser: „suchen.“ Als dann noch ihr Handy klingelte schien sie mit dieser Situation verständlicherweise ein wenig ausgelastet und so landete ihr Geschenk in meiner Hand, aber leider nur zum halten! Die Herrenverfolgung gewann der Norweger Ole Einar Björndalen vor dem Polen Tomasz Sikora und dem deutschen Ricco Gross. Nachdem das Stadion von Zuschauern gut geleert war, machten wir uns auf den Heimweg, um den Abend mit Wehmut vor Uschi’s letztem Rennen am nächsten Tag zu verbringen. Sonntag, 26.03.2006:  Um unsere Pläne für Uschi’s letztes Rennen auch gut in die Realität umsetzen zu können, fuhren wir früher als sonst ins Stadion. Diesmal positionierten wir uns in der Nähe des Zieleinlaufes. Wir holten unsere einheitlichen Leibchen raus und Jeder klebte auf die Forderseite ein Bild von Uschi und direkt darunter stand „Good bye Uschi“. Auf der Rückseite war immer nur ein groß gedruckter Buchstabe zu erkennen und wenn wir uns richtig nebeneinander gestellt haben, bildete sich automatisch der Schriftzug „Danke Uschi“. Auf unserem extra angefertigtem Großbetttuch stand: „Für uns warst Du immer ein Volltreffer! Wir vermissen Dich jetzt schon!“ Links und rechts haben wir auch da noch zwei Bilder von Uschi aufgeklebt. Nun haben wir Luftballons in den Farben schwarz, rot und gold aufgeblasen und vor uns an das Geländer befestigt. Leider ließen sich nicht alle unserer Pläne in die Tat umsetzen, aber wir können uns nicht vorwerfen, dass wir es nicht versucht haben. Wir werden dies trotzdem im Sommer nachholen! Während unserer Vorbereitungen blieben wir natürlich nicht unbeobachtet und so wurden wir ständig fotografiert. Liv Grete Poiree würdigte unser Plakat für sie mit einem netten Gruß. Wir haben extra „Liv Grete, Wir wünschen dir alles Gute für Deine Zukunft!“ auf norwegisch auf ein großes Silbertuch geschrieben. Ihr Fanclub hatte extra für sie ein Lied gedichtet und es erhallte emotional durch das Stadion! Es war ein seltsames Gefühl Uschi zum letzten mal als Führende im Massenstart aus dem Stadion fahren zu sehen! Gewonnen hat die Norwegerin Linda Tjörhom, vor der Französin Sandrine Bailly und Olga Nazarova. Als Uschi zum letzen Mal ins Stadion einbog winkte sie während der Runde oft zum Publikum und bedankte sich mit dieser Geste bei ihren treuen Fans. Die Deutsche Damenmannschaft stand zum Symbol Spalier für sie. Nun Schlug eine Bombe ein. Liv Grete und Uschi rannten von einem Mikrofon zum anderen. Aber ein ganz besonderes Ereignis war die Schlittenfahrt der Beiden durch das Stadion, die mit der traurigen Filmmusik „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ unterlegt war. Da liefen mir dann schon ein paar Tränen über die Wangen. Nachdem sich Uschi beim Stadionsprecher auf schwedisch beim norwegischen Publikum bedankt hatte, kam sie auch zu uns rüber und umarmte Jeden von uns. Nachdem sich diese Eindrücke erst einmal gesetzt hatten, konnten wir das Männerrennen gar nicht so begeistert mitverfolgen. Wieder einmal gewann der große Ole Einar Björndalen vor dem tschechen Roman Dostal und dem Russen Sergei Rozhkov. Nachdem der offizielle Teil des Weltcups vorbei war, holten wir unser Fanclubplakat. Das mittlerweile traditionelle Homevideo - Schlusswort sprach diesmal die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland! Wir verließen das Stadion über den Ausgang an der Schanze, wo ich mich dann von Kati Wilhelm verabschiedete. Karina, Uschi und ich gingen in das Hotel, wo die Deutschen Athleten untergebracht waren. Da wir hilflos und auf der Suche nach Uschi Disl in der Eingangshalle des Hotels standen, half uns die Italienerin Michael Ponza sehr engagiert. Vielen Dank Michaela, für die Umstände!!! Trotz Misserfolg. Dani, Krümel, Steffi, Sigi und Nancy warteten draußen, um mit uns zurück zur Jugendherberge zu fahren. Den Abend ließen wir in Ruhe und mit „Stadt, Land, Fluss“ verstreichen. Montag, 27.03.2006: Am Montag hieß es: „Alles vorbei und ab nach Hause!“ Wir fuhren gegen 09.00 Uhr morgens mit dem Bus zum Flughafen und flogen um 13.15. Uhr zum Airport Köln – Bonn“ zurück, wo wir uns von Karina, Steffi und Krümel verabschiedeten. Dani’ s Eltern holten uns wieder ab und luden uns zu Kaffee und Kuchen ein. Während dessen schauten wir im TV noch einmal das aufgenommene Schlussrennen von Uschi am Vortag an, tauschten unsere digitalen Bilder aus, bis Nancy und ich weiter nach Thüringen fuhren und die Biathlonsaison 2005 / 2006 für mich endgültig beendet war!

1.6.07 20:12


Weltcup von Pokljuka/ Slowenien 2005 - 2006

08.03.2006:

Nachdem Dani ihr Auto bei uns in den Hof für die nächsten Tage parkte, fuhren sie, Steffi und ich gegen 03.30 Uhr los. Die Reise ging über München Neufahrn, wo wir Petra vom Bahnhof abholten. Da wir bei Kaiserwetter ziemlich zügig durch den Verkehr kamen sind wir ca. 12.30 Uhr in Bled angekommen. Zunächst suchten wir das Akkreditierungsbüro, welches in diesem Jahr perfekt versteckt worden war. Mit einem kleinen Patzer mit dem Auto, wo mich Dani, Steffi und Petra auf der Eisplatte am Berg nett angeschoben hatten, kamen wir trotzdem noch pünktlich zum Sprint der Herren in Pokljuka an! Das Wetter war optimal wir haben nicht gefroren, trotz unprofessioneller „Biathlonzuschauerkleidung“ (sprich, wir haben uns nach der Fahrt nicht warm angezogen). Während dieses Herrensprints konnte ich meine Fotosammlung mit folgenden Biathleten zahlreich erweitern: Christoph Sumann / AUT, Lars Berger / NOR, Stian Eckhoff / NOR, Halvard Hanevold / NOR, Vincent Defrasne / FRA, Roman Dostal / CZE, Andreas Birnbacher / GER, Tomasz Sikora / POL, Frode Andresen / NOR, Carsten Pump / GER, Tomas Holubec / CZE. Direkt nach dem Rennen bezogen wir unsere schöne Wohnung und losten mangels Entscheidungsspontanitäten die Betten und Zimmer untereinander aus! Als wir in Bled in das Lebensmittelgeschäft gingen, trafen wir an der Kasse Michaela Ponza / ITA und Matthias Simmen / SUI. Am Abend passierte nicht mehr viel, da wir ziemlich müde waren. Nach dem Essen sahen wir noch ein bisschen TV und später fiel ich förmlich in mein Bett.


09.03.2006:

Da der Damensprint erst um 14.45 Uhr begonnen hat, konnten wir glücklicherweise ausschlafen. Nach dem frühstücken haben wir uns in Ruhe mit den angenehmen Dingen beschäftigt, wie zum Beispiel für die Uni gearbeitet oder Kreuzworträtzel gelöst… . Auch heute hatten wir tolles Wetter und wir konnten diesmal ohne Fahrtprobleme in das Stadion fahren. Irina Nikoultchina / BUL lies sich mit großer Freude während ihrer Einlaufrunden von Steffi fotografieren und lachte jede Runde extra ins Bild. Auch an diesem Tag konnte ich meine Athletenfotosammlung erweitern mit: Sandrine Bailly / FRA, Olena Zubriloa / BLR, Michaela Ponza / ITA, Florence Baverel-Robert / FRA, Nathalie Santer / ITA, Anna Carin Olofsson / SWE, Uschi Disl / GER. Nach dem Rennen habe ich Kati zu ihren super Leistungen von den olympischen Spielen in Turin gratuliert und ihr gebeichtet, dass ihr Geschenk von mir zu dieser Leistung noch in Arbeit ist und am Dienstag leider noch nicht fertig war. Aber sie hat sich trotzdem gefreut und hält die Spannung bis Oslo.

Da Dani und Petra bei der Pressekonferenz waren, haben Steffi und ich mit Uschi geplaudert und auch ihr musste ich erklären, warum ich ihr Geschenk vergessen hatte: „Tja Uschi, du weißt ja wie das ist, wenn man losfährt und das Gefühl hat, dass man irgendetwas Wichtiges vergessen hat?! In diesem speziellem Fall war das diesmal dein Geschenk!!!“ Am Nachmittag nutzen wir das schöne Wetter, um einen Spaziergang rund um den See zu machen. Lars Berger / NOR und Stian Eckhoff / NOR überholten uns im Laufschritt. Aber bei diesem Schnee und Eis hatten wir so unsere Probleme mit dem Tempo… ! Eigentlich wollte ich diese Sache nicht erwähnen, aber im Nachhinein ist sie ja doch recht lustig: „Auf dem Weg zum Abendessen ins Bistro schmiss mich eine Deutsche Dogge in den Schnee und mein linker Arm bohrte sich bis zum Ansatz in den kalten Schneehaufen!“ Uschi sagte später dazu: „Naja, die hat halt gedacht, ich als Deutsche Dogge, die in Slovenien wohnt – muss unbedingt mal Körperkontakt zu einer Deutschen haben!“ Ein weiteres prägendes Erlebnis war ein Mann der mit seiner Kamera auf uns zu stürmte und unbedingt mit uns fotografiert werden wollte! Nach dem Abendessen zogen wir eine Lektion im „Brainstorming“ mit einer wichtigen „Topic“ der Athletendisco vor!


10.03.2006:

Am Freitag weinte Petrus fleißig und wir fuhren sehr früh in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Lange hielten wir es bei diesem Regen nicht aus und das Einzige, das ich mir gekauft habe war ein Schirm und Öl für das Auto, da auf der Rückfahrt nach Bled mein Öllämpchen aufleuchtete! Da das Training bei 0,5m pro h Neuschnee in Pokljuka ausfiel, schlug uns Uschi per SMS vor sich mit uns zum Café trinken zu treffen. Wir fanden den Vorschlag gut und entschieden uns vorher noch mal durch die Geschäfte von Bled zu schlendern und trafen dabei auch wieder einige Athleten bzw. Trainer…, wie Katrin Apel, Katja Beer, Martina Glagow, alle GER Magdalena Forsberg, Wolfgang Pichler / SWE, Olena Petrova / UKR, Raphael Poiree / FRA. Als wir uns dann mit Uschi und ihrem Freund Thomas trafen gingen wir ins erste Café. Es war ziemlich voll und der Andrea Henkel FC, zusammen mit Andrea, saßen auch da. Wir suchten uns dann ein anderes Café aus. Wir hatten zusammen mit Uschi und Thomas einen schönen Nachmittag und viel zu lachen! Interresant waren die Geschichten von Olympia und dem Trainingslager in Munio,… . Nach dem Abendessen schauten wir gemütlich TV und veranstalteten ein lustiges Fotoshooting mit „Fressorgie“!


11.03.2006:

Heute erlebten wir, erneut bei strahlend blauem Himmel, zwei Verfolgungsrennen. Zuerst starteten die Herren um 10.45 Uhr und die Damen um 13.45 Uhr. Nach einem erneuten Bild für meine Sammlung mit Ekaterina Dafovska / BUL war ein weiteres Highlight an diesem Tag für mich, die anschließende Pressekonferenz mit Katrin Apel auf Rang 3, Kati Wilhelm auf Rang 2 und der erstplatzierten Sandraine Bailly aus Frankreich! Kati war sichtlich erstaunt mich zu sehen und Sandrine durchschaute meine Taktik und amysierte sich sehr darüber, lies sich aber nichts anmerken! Anschließend traf ich Kati noch einmal draußen im Stadion, redete kurz mit ihr und quälte sie mit Namen auswendig lernen auf die Schnelle. Ich sollte sie dann nocheinmal wiederholen. Kurz darauf hatte sie sie lachend abgespeichert und ich entschuldigte mich für die komplizierte Planung für der Autogrammwünsche! Glücklicherweise hatte sie im Pressehaus ihre Trinkflasche vergessen und ich nutzte die Zeit sinnvoll, um ihr doch noch einen Spicker als Stütze zu verfassen, über den sie sich dann auch freute. Da meine Öllampe im Auto immer noch fleißig leuchtete, bekam ich einen Tipp von Jörg vom AHFC, DANKE noch mal dafür an dieser Stelle!!! Also fuhren wir noch einmal an die Tankstelle. Später lief ich mit Dani ins Zentrum, von Bled zum restlichen Slowenischen Geld ausgeben. Dort stand auch wieder Raphael Poiree an der Kasse. In Bled ist es wirklich sehr wahrscheinlich Athleten zu treffen! Nach dem Abendessen haben wir gegenseitig unsere Bilder angesehen, denn wir waren zu viert auf diesem Weltcup und Jeder hat fleißig Bilder geschossen.


12.03.2006:

Am Sonntag stand eine Mixed Staffel Weltmeisterschaft auf dem Programm und ich habe mich besonders darauf gefreut! Nur war unsere Stimmung durch den Sturm sehr getrübt. Diese Stimmungsphase hielt Gott sei Dank nicht lange an. Denn das Rennen verlief trotzdem planmäßig. Lustig waren die Trainerreaktionen an der Strecke über die eigentlich sehr unfairen Windbedingungen. Petra wies mich darauf hin, dass Kati mich suchen würde und deshalb beeilte ich mich zu ihr zu gelangen, um die Autogramme zu holen. Nachdem wir noch mal über die Rennbedingungen gesprochen hatten, habe ich ihr eine gute Reise nach Finnland gewünscht. Unmittelbar vor der Siegerehrung nutzte ich die Gunst der Stunde, um Anna Carin Olofsson / SWE zu erklären, dass ich sie gerne das Schlusswort auf meinem Home Video sagen lassen würde. Da sie von dieser Idee begeistert war, stimmte sie gerne zu und ich sagte ihr ihren Text vor. Den wollte sie dann doch noch wissen, da sie leider kein Deutsch spricht, hat sie auf Englisch gesprochen! Anschließend machten wir uns auf die Heimreise, bei der kurz vor München, die Motorleuchte vom Auto zu brennen einsetzte. Kurzum sind wir München Garching abgefahren und haben das Auto an der Tankstelle abgestellt, um auf den Mechaniker und meinen Vater zu warten, die mit Dani’ s Auto auf dem Anhänger unterwegs waren um mein Auto nach Hause abzuschleppen. Petra fuhr mit der Bahn weiter nach Regensburg und wir suchten uns einen Gasthof, aßen auf den Schreck, setzten unser Brainstorming fort und warteten bis ca. 00.00 Uhr auf die Rettung!

1.6.07 20:06


Olympiaempfänge von "TURIN 2006" in Thüringen

Empfang von Kati Wilhelm und Alexander Wolf im Olympiadorf Steinbach-Hallenberg am 28.02.2006:

Auf dem Rathausplatz haben sich ca. 1000 Menschen versammelt, um gegen 17.00 Uhr ihre Biathleten Kati Wilhelm und Alexander Wolf aus Turin zu empfangen. Vor dem Rathaus gab es sogar ein olympisches Feuer und eine Großleinwand. Anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Steinbach-Hallenberger Skivereins gab es im Vorprogramm bunte Unterhaltung. Schmuckstücke wurden aus den verstaubten Truhen ausgepackt, wie alte Skier und Klamotten, die Anfang des 20. Jhd. in Steinbach-Hallenberg getragen wurden. Einige Teilnehmer trugen dazu olympische Leibchen der Steinbacher Spitzensportler aus vergangenen Zeiten. Besonders witzig fand ich die Karaoke für die Fans mit Hilfe der Großleinwand zum warm singen. "Ja wir haben ein Idol KATI WILHEEEELM!..." "Mädchen mit roten Haaren... ." blieb natürlich auch nicht aus! Langsam fingen die Kameraleute vom ZDF an sich zu positionieren. Der Landrat Luther wurde sogar mit roten Haaren begrüßt. Um 18.00 Uhr kamen dann Kati und Ali in mitten eines Fackelumzuges, der von einer Musikkapelle begleitet wurde. Katis kleiner Neffe wich ihr nicht von der Seite. Er folgte ihr und Ali auf die Rathaustreppe, wo dann der offizielle Teil beginnen sollte. Die Menschen haben so gedrängelt, als hätten sie Kati und Ali noch nie gesehen. Und das in ihrer Heimatstadt! Der ungemütliche Schneesturm sorgte auch nicht gerade für Wohlbefinden! Ansonsten eine gelungene und schöne Veranstaltung, die meine Erwartungen weit übertroffen hatte!

Empfang der thüringer Athleten in Oberhof am 27.02.2006:

Um 17.00 Uhr füllte sich der Oberhofer Kurpark mehr und mehr mit ca. 5000 Fans, die alle folgende Athleten begrüßen wollten:

Biathlon: Sven Fischer, Katrin Apel, Andrea Henkel, Alexander Wolf   Nord. Kombi.: Ronny Ackermann, Sebastian Haseney   Rodeln: Silke Kraushaar, Jan Eichhorn, David Möller, André Florschütz   Bob: André Lange, René Hoppe, Kevin Kuske (Berlin)   Skeleton: Frank Rommel   Langlauf: Manuela Henkel, Jens Filbrich, Andreas Schlütter   Eisschnelllauf: Daniela Anschütz, Sabine Völker

Antenne Thüringen war für das "warm up" der Zuschauer zuständig und verkürzte die lange Wartezeit auf die Athleten, die ja teilweise sogar noch mit dem Auto von Turin nach Oberhof unterwegs gewesen waren. Ein original Michael Schuhmacher Formel 1 Helm wurde unter den Fans versteigert und der Erlös wurde dem Oberhofer Sportlernachwuchs gespendet. Um 18.00 Uhr ging es dann endlich richtig los und das mdr-Fernsehen hat live übertragen. Zuerst wurden die medaillenreichen Biathleten: Sven Fischer, Katrin Apel und Andrea Henkel begrüßt. Kati Wilhelm war noch auf dem Weg nach Oberhof und konnte leider nicht an diesem Empfang teilnehmen. Sven Fischer bedankte sich bei seinen Fans und der Mann der ihn interviewte lockte Sven sogar einen zweiten Dank auf norwegisch aus der Reserve. Katrin Apel vermisste in Turin vor allem die "passion"! Nur auf der Siegerehrung hat sie diese fühlen können. Die Mannschaften konnten untereinander nicht richtig die Erfolge feiern, da sie zerstückelt untergebracht waren. Mit einem kleinen Interview wurden nach und nach alle Sportler empfangen. Zwischendurch gab es eine Liveschaltung zum Athletenempfang in Oberwiesenthalin Sachsen. Über die Großleinwand konnte wir die Worte von der Langläuferin Viola Bauer hören. Nach dem offiziellem Teil gab es einen Showtanz der Ilmenauer Tanzgruppe. Die Personen und Helfer, die im Hintergrund der Athleten stehen und an vielen Erfolgen der Sportler teil haben, wurden nun geehrt. Bis zum Finale wurde natürlich noch ein spannendes Tänzchen gezeigt und die Zuschauer drohten vor Begeisterung zu erfrieren! Endlich war es soweit, die Olympiateilnehemer und Medaillengewinner wurden von Thüringen und Oberhof  nocheinmal geehrt und bekamen Geschenke. Sven Fischer, André Lange und Frank Ullrich mischten sich anschließend unter die Fans, verteilten Autogramme und nahmen Glückwünsche entgegen. Auf der Großleinwand gab es am Ende eine Zusammenfassung, der Highlights von den Thüringer Sportlern in Turin, die für Gänsehautfeeling garantierte. Zum krönendem Abschluß gab es ein richtig spektakuläres Feuerwerk.

1.6.07 20:02


Deutschlandpokal in Oberhof 2005 - 2006

Massenstarts am 21.01.2006:

Da die Massenstarts der Altersklasse 16 um 10.00 Uhr beginnen sollte, fuhr ich eine Stunde vor dem Start von zu Hause los. Es hatte in der Nacht geregnet und es war auf den Straßen extrem klatt geworden, so konnte ich mir alle Zeit der Welt nehmen um heile in Oberhof anzukommen! Die Massenstarts der Alterklasse 16 standen auf meinem Programm. Altersklasse 16 bedeutet, das Diejenigen, die im Jahr 1990 geboren sind, an den Start gehen. Die Mädchen laufen 5 mal eine 1.6 km lange Runde und die Jungen 5 mal eine 2 km lange Runde. Als ich im Stadion stand pfeifte der Wind nur so und ich fing langsam an zu zweifeln, ob das Ganze nicht vielleicht ins Wasser fällt?! Hanna Möller vom SV Frankenhain und Juliane Döll vom WSV Oberhof 05 waren erstmal die einzigsten Teilnehmerinen, die ich ohne Startnummern und nur an Hand der Gesichter "indendifizieren konnte. Aber ich habe mich geirrt und der Nachwuchs trotzte dem "Sauwetter". Bei dem Mädchen ging Miriam Gössner vom SC Garmisch, die gleichzeitig im DP führt im dafür vorgesehenen pinkfarbenen Leibchen in die Loipe und konnte am Ende diesen Massenstart für sich entscheiden. Wie erwartet rasselte es nur so mit Strafrunden, das war bei diesen Böhen aber kein Wunder! Das letzte Mädchen war mit der vierten Schießeinlage fertig und in die letzte Runde gegangen, da hallte der Startschuß für den Massenstart der Jungen schon durch die Rennsteig Arena. Hier ging Tom Barth vom TuS Dippoldiswalde im pinknen Leibchen des DP Führenden auf die erste Runde. Gewonnen hat ganz klar die Startnummer 33, die von Benedikt Doll vom SZ Breitnau getragen wurde. Die Altersklasse 17 konnte ich mir leider nicht mehr anschauen, da ich unbedingt den Weltcup der "Großen" in Antholz auf dem TV live sehen wollte.

1.6.07 19:57


Weltcup in Oberhof 2005 - 2006

Training am 03.01.2006:

Etwa um 13.30 Uhr traf ich Dani auf dem Oberhofer Grenzadler vor der Thüringer Hütte. Gemeinsam warteten wir auf Krümel, Nancy, Florian und Nancys Freundin Conny. Wir befestigten unser Fanclubplackat unter dem todesmutigen Einsatz von Nancy im Stadion und bemerkten, dass außer Martina Glagow und ein paar unbekannten Biathleten irgendwie keiner trainierte. Uschi konnten wir auch nicht endecken. Als wir nach einer halben Stunde gänzlich zu erfrieren drohten, entschieden wir uns kurzer Hand nach Oberhof ins Cortina zu fahren. Auf dem Weg aus der Rennsteig Arena raus trafen wir dann Magdalena Forsberg .  Im Cortina gab es heiße Schokolade mit Crepes. Während wir aßen bekam Dani plötzlich eine SMS von Uschi, das das Training doch erst um 16.50 Uhr anfängt. Hmmm, also gut! Nach dem wir fertig waren machten wir uns erneut auf den Weg in die Rennsteig Arena. Ja, jetzt sah es eher nach einem Training aus! Nancy und ich gingen durch den unterirdischen Tunnel zum Schießstand, um Fotos zu machen, da man bei diesem Nebel von den Zuschauerrängen nichts erkennen konnte. Einer der Männer  im Tunnel hatte Verständiss für uns übrig und lies uns durch. Danke! So nun positionierten wir uns neben Jens Filbrichs Vater und machten Fotos. Lange haben wir es dort vor Kälte nicht aushalten können und entschieden uns wieder zurückzugehen. Als Uschi mit dem Training fertig war, freute sie sich uns zu sehen und sagte: "Ich zieh mich nur schnell um, und bin gleich wieder da." Da wir vor den Wachskabinen standen, konnten wir in der Zwichenzeit Katja Beer beim singen zuhören, Katrin Apel auf der Suche nach Kati Wilhelm helfen, Michael Greis rumalbern sehen... . Als Uschi fertig war kümmerte sie sich erst mal um Florian. Sie war super gelaunt und es war ein sehr nettes Zusammentreffen. Kati war inzwischen auch fertig mit umziehen und begrüßte uns. Sie lief mit Uschi und uns gemeinsam Richtung Ausgang und wir unterhielten uns noch ein bisschen. Um 18.30 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren nach Hause.

Staffelrennen der Herren am 04.01.2006:

Zusammen mit dem UDFC verfolgte ich das spannende und erste Flutlichtrennen in der Geschichte der Oberhofer BiathlonWeltcups, zu dem um 17.15 Uhr der Startschuss fiel. Zwischendurch zog immer wieder Nebel in die Arena, der aber die gute Stimmung und Laune der ca. 23000 Zuschauer nicht vertreiben konnte! In den ersten beiden Runden konnte Ricco Gross eine vielversprechende Ausgangsposition für Alexander Wolf sichern. Alexander lies ein paar Nerven am Schießstand und musste einmal in die Strafrunde. Aber Ali konnte auf der Strecke noch mal richtig fighten und wechselte auf den dritten Läufer Sven Fischer der auch wieder Meter um Meter Boden gut machte. Der Schlussläufer Michael Greiss brachte ganz klar die Arena zum beben und fuhr nach einem sensationellem zweiten Schießen den Deutschen Sieg über die Ziellinie!

Staffelrennen der Damen am 05.01.2006:

Zum Staffelrennen der Damen schickte uns Petrus leider wieder Nebel und schlechte Sichtverhältnisse. Auch dieses Staffelrennen wurde unter Flutlicht durchgeführt. Ich habe es erst gar nicht versucht zu fotografieren ...  ... es wäre sowieso sinnlos gewesen! Trotz Allem hatten wir auch unseren Spass, meine frisch erworbene Holzrassel wurde erst einmal bei der offiziellem Siegerehrung der Herrenstaffeln getestet. Es gab auch Leute, die der Meinung waren sie müssten sich noch zwischen die erst schon extrem aneinanderklebenden Zuschauer drängen! Wir malten uns schon virtuell das Bild aus, wenn es "plums bei Jedem" macht. Das Rennen verlief sehr spannend und am Schießstand mussten auch wieder Nerven gelassen werden. Aber in der Loipe waren die deutschen Mädels super und machten mächtig Boden gut! Am Ende wurde die französische Damenstaffel strahlender Sieger, mit einer überglücklichen Sandrine Bailly! Deutschland und Weißrussland kamen auf Platz zwei und drei ins Ziel. Nach der Siegerpräsentation machten wir uns auf dem Weg nach Hause.

Freitag der 06.01.2006:

Die Siegerehrung der Damenstaffeln vom Vortag konnte man Dank des Dauernebels zumindest ganz gut erahnen. Anschliessend war unsere Befürchtung traurige Gewissheit geworden: "Ausfall der Herrenstaffel wegen Nebel! "

Damen und Herrensprints inklusive Star Biathlon mit Jörg Pilawa am 07.01.2006:

Da am Vortag der Sprint der Männer abgesagt wurde, versprach der Samstag ein langer Tag zu werden! Im Männersprint gewann Vincent Defrasne seinen ersten Weltcupsieg überhaupt vor Alexander Wolf und den dritten Rang konnte sich Maxim Tschudow aus Russland sichern. Im Sprint der Damen wurde Kati Wilhelm donnert bejubelt, da sie sich den ersten Platz, trotz einer Strafrunde, vor der laufstarken Schwedin Anna Carin Olofsson sichern konnte. Linda Tjörhom aus Norwegen freute sich über den dritten Platz. Nachdem wir eigentlich schon genug gefroren hatten, blieben wir trotzdem noch zum Star Biathlon mit Jörg Pilawa, dass um 18.10 Uhr begann und auch wieder ein Flutlichtrennen war. Durch die vielen hellen Scheinwerfer der ARD konnten wir jetzt auch wieder mehr von den nebelbehangenen Scheiben sehen. Bevor es richtig los ging sangen die Prinzen noch ein Lied. Anschließend riefen Alle "Wir wollen die Kati sehen!" im Chor. Endlich kam sie zum Interview mit Jörg Pilawa und beschrieb den Zuschauern, wie das Rennen in den Augen der Stars sein muss. Unter Anderen fuhren mit: Janine Kunze, Christina Plate, Wigald Boning, Hera Lind, Bernhard Brink, Schlagersängerin Michelle ... . Exbiathleten wie, Frank Luck, Klaus Siebert, Peter Sendel, Fritz Fischer... waren auch von der Partie. Besonders bravorös hat sich als einzige Frau unter Ihnen die Schwedin Magdalena Forsberg geschlagen und ich habe sie aus Leibeskräften unterstützt! Nach ca. elf Stunden Nebel, Emotionen und eisens Kälte versammelten wir (UDFC) uns im Schlossberghotel in Oberhof zum gemütlichen Abendessen.

Massenstarts am 08.01.2006:

Martina Glagow hat beim Massenstartrennen gewinnen können und und damit die tollen Leistungen der deutschen Mannschaft krönnen können! Zweite wurde die Russin Olga Pylewa, die ihr letztes Rennen in Oberhof lief. Als dritte kam Katrin Apel über die Ziellinie und konnte auch nochmal so richtig den Jubel ihres heimischen Publikums feiern! Bei den Männern belegte Sven Fischer Platz zwei, hinter dem Norweger Halvard Hanevold, mit dessen starker Leistung keiner so richtig gerechnet hat! Dritter wurde der Franzose Raphael Poiree! Die deutschen Zuschauer feierten die Leistungen ihrer Biathleten und freuten sich besonders, dass die gelben Leibchen immer noch in den Händen von Kati Wilhelm und Alexander Wolf geblieben sind. Die Weltcuptage des Biathlons 2006 in Oberhof waren gezeichnet von Nebel und Spitzenleistungen der Deutschen Athleten!

1.6.07 19:53


Themenabend mit Kati Wilhelm

Am Dienstag dem 20.12.2005 war es soweit, der Tag des Fantreffens mit Kati Wilhelm im Eiscafé Hellmund in Schmalkalden ... !

3 1/2 Monate Vorbereitungszeit, ist auch an Alles gedacht? Sind die Videos vorzeigetauglich? Sind die Preise in der Tasche? Vegisst Kati die Flagge bzw. den 2. Preis für das Gewinnspiel auch nicht? ...

Fragen über Fragen, die mich den ganzen Tag begleitet haben! Ich war schon etwas aufgeregt. Um 17.30 Uhr fuhr ich ins Eiscafé Hellmund. Als Kati kam, lozte ich sie durch den Hintereingang. Wir gingen gemeinsam in den Personalraum und ich bemerkte, dass Kati richtigerweiße ihre Waffe mitgebracht hatte! Das hatte ich vergessen ihr zu sagen. Sie meinte nur: " Das stand doch auf deinem Zettel, den du mir gegeben hast." Gott sei Dank! Wir hatten noch etwa 20 Minuten bis zum "Start". Die nutzten wir natürlich zum quatschen und "rumalbern", für zweiteres war eher meine Nichte zuständig, die sich noch zu uns gesellte. Fünf Minuten vor dem offiziellem Beginn hörten die Gäste das Lied: "Biathlon, Biathlon, Biathlon... mein Herz schlägt nur für Biathlon!" Während dieser Zeit fragte ich Kati, ob sie aufgeregt ist. Sie meinte dann: " Ich nicht, aber du! Da musst du jetzt durch! Hi, Hi!" Hhhm - auf gings!

Inhalt des Themenabends war, dass ich Kati und ihre bisherigen Erfolge vorgestellt hatte. Ich zeigte eine Diashow mit meinen Saison Bildern 2004/2005. Neugierig waren auch alle auf ihre Saisonvorbereitung, die sie sehr präziese schilderte. Da Kati ein Mensch ist, der im Privatleben viel Abwechslung sucht, war auch ihre Reise nach Alberta / Kanada ein grosses Thema des Abends. Davon hatte sie viel zu erzählen und hat die Lachmuskeln der Gäste ganz schön in Schwung gebracht! Ernster wurde es beim Thema der aktuellen und noch anstehenden Weltcups der Saison. Ich befragte sie zu dem etwas verpatzten Auftakt in Östersund / Schweden, mit dem sie weniger zufrieden gewesen ist. Über Hochfilzen bis hin zu Osrblie. Zu Osrblie hatte ich speziell für diesen Abend ein Video bearbeitet, das ich selber vor Ort gedreht hatte. Darauf wurden die deutschen Erfolge gemischt mit den schönsten Impressionen dieses Weltcups gezeigt. Nun ging der Blick in Richtung Olympia 2006 in Turin und auch schon etwas weiter über den Tellerrand hinaus, bishin zu Olympia in Vancouver 2010. Sehr gut kam die Großleinwandshow speziell über Kati an! Jetzt erklärte Kati ihr Gewehr. Ich wusste bislang nicht, dass man so lange über eine solche Waffe reden kann, ohne das es dem Zuhörer dabei langweilig wird! Sie erklärte unter anderem auch, was der Dorn der Waffe ist. Dieses Teil war ihr während des Staffelrennens in Hochfilzen ja weggebrochen. Jetzt kam noch einer der Höhepunkte des Abends. Die Auslosung unseres Gewinnspieles, Kati wurde zur Glücksfeh und durfte die Gewinner ziehen! Am Ende des offiziellen Teils durften die Gäste persönlich Fragen an Kati stellen. Dieses Angebot wurde intensiv genutzt. Was mich persönlich zum schmunzeln brachte, waren die Fragen eines Schülers, der zu Gast war, um für die Schülerzeitung zu schreiben. Fand ich gut! Auch Ralph Ilgen von der Südthüringer Zeitung nutzte diese Chance.

Als ich mit dem Schlusswort fertig war, ging es zum gemütlichen Teil über. Kati unterhielt sich mit Jedem und nahm sich alle Zeit der Welt, sie wirkte sehr entspannt und hatte keinerlei Druck, sodass sie das auch nach außen hin zeigte. Zwischendurch wurden immer wieder Fotos geschossen und Blumen an sie verschenkt. Dass war am Ende soviel, dass wir beide bis über die Ohren bepackt zu Katis Auto liefen und alles darin untergebracht haben. Kati wollte noch wissen, wann wir uns wieder sehen, bevor sie gegen 22.30 Uhr nach Hause fuhr. Da war ich mächtig überrascht! Die Gäste hatten am Rest des Abends immernoch viel zu erzählen und zu lachen!

Zitate des Abends von Kati: "Ich habe meinen Umfang erhöht! Ähhä, den Trainingsumfang natürlich!"

                                              "Wer von den deutschen Biathleten in Turin an den Start geht, hat bestimmt Medaillenerwartungen!"

                                              "Wenn ich bis Korea 2009 mache, kann ich auch noch bis Olympia 2010 in Vancouver weitermachen."

                                              "Meine Eltern freuen sich immer, wenn sie umfallen!" Hmmhm... die Scheiben, meine ich!"

                      Mein besonderer Dank gilt: Allen vorab Kati Wilhelm, die unserer Einladung gefolgt ist, mich sehr bei der Organisation dieser Veranstaltung unterstützt hat und mir immer wieder versucht hat die Nervosität zu rauben! Stefan Heinz, der die Technik absolut im Griff hatte mich sehr unterstützt hat und sich immer Zeit nimmt! Uwe Hotz und Sascha Bühner für die tollen Fotos, die sie mir zur Verfügung gestellt haben! Silke Schreiber hatte die Idee für diesen Abend überhaupt und sorgte für das schöne Ambiente! DSM-Olympia für das Sponsoring!

1.6.07 19:50


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