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Weltcupfinale 2005 - 2006 am Holmenkollen/ NOR

Da dieses Finale gleichzeitig Uschi Disl's letzter Weltcup war, möchte ich ihr diesen Bericht widmen!

Mittwoch, 22.03.2006: Um 00.00 Uhr morgens traf ich mich mit Nancy in Zella – Mehlis. Über Oberhof und Kassel fuhren wir dann weiter nach Dortmund zu Dani. Um ca. 03.30 Uhr waren wir schon da und so nutzte ich gleich die passende Gelegenheit um noch mal bis zum „Verwöhnfrühstück“ von Dani’ s Mutter eine Mütze voll Schlaf abzubekommen. Nachdem unsere Mägen nicht mehr knurrten fuhren uns Dani’ s Eltern zum Airport „Köln – Bonn“. Beim „Check in“ warteten wir auf Krümel und Steffi. Als unser Gepäck aufgegeben war machten wir es uns bei Burger King gemütlich und siehe da, Nancy entdeckte Yvonne, ja die Yvonne! YVONNE CATTERFELD! Inklusive Riesensonnenbrille und Bodyguards. Mit ca. 15 Minuten Verspätung und Karina, die durch ein „Check in – Chaos“ musste und somit später zu uns stieß, startete unser Flugzeug in Richtung Oslo. Um 12.30 Uhr setzten wir zur Landung auf skandinavischen Boden an. Mit dem Bus ging es dann um 13.15 Uhr weiter in den westlichen Stadtteil von Oslo. Nach einer kräftigen Konditionsprobe mit „Extremgepäckschlepping“ bergauf, erreichten wir unsere Unterkunft des Norske Vandrerhjem „Haraldsheim“. Das ist eine nette Jugendherberge, die endlich mal genügend Duschen für mich zur Verfügung hatte und somit das allmorgendliche „Badboxen“ vermied! Dani, Nancy und ich teilten uns das Zimmer neben dem von Steffi, Krümel und Karina. Wieder mal blinkten unsere roten Magenleuchten und signalisierten den Hungeralarm, der mit allerlei kleinen Mitbringsel aus der Heimat nur gedämpft werden konnte. Zimmernummer 102, dass waren wir, unternahm einen einstündigen, geschlossenen Besichtungslauf der umliegenden Gegend. Nebenbei studierten wir die Anschlussverbindungen zum Holmenkollen. Und ich deckte mich an der Rezeption mit allen möglichen Prospekten über Oslo ein. Nach einer anstrengenden Nacht und all dem Reisetrubel, legten Nancy und ich uns noch mal auf’ s Ohr. Bis zu dem Augenblick, als mein Handy mich plötzlich erschreckte. Mit einem Gefühl eine Bratpfanne ins Gesicht geschlagen bekommen zu haben, begrüßte ich später Sigi und Uschi vom Fanclub im Aufenthaltsraum. Dort verbrachte der Fanclub den Abend mit lustigen Gesprächen. Donnerstag, 23.03.2006: An diesem sonnigen Morgen frühstückten wir gut gelaunt um Punkt 08.00 Uhr. Mit der Tram fuhren wir etwa eine Stunde, inklusive Umsteigen, wo wir auch vom Andrea Henkel FC und dem Martina Glagow FC begrüßt worden, zum Holmenkollen. Den Sprint der Damen entschied Martina Glagow für sich und verwies die Italienerin Michaela Ponza auf den zweiten Rang, vor der Weißrussin Ekaterina Ivanova auf Rang 3. Nach der Siegerehrung bekam Kati Wilhelm die Kristallkugel der Einzelwertung im Sprint überreicht. Über die Kristallkugel der Einzelrennen freute sich die Russin Svetlana Ishmouratova. So langsam begannen sich die Herren einzulaufen und Raphael Poirree tat dies ganz provokativ im gelben Leibchen, leider brachte diese Taktik kein Glück! Zwischen den beiden Rennen überreichte ich Uschi mein Geschenk, das ich ja in Pokljuka vergessen hatte. Trotz Verspätung hat sie sich sichtlich darüber gefreut und Martina, ihre Freundin, blickte ihr genüsslich über die Schulter und wollte Uschi zum teilen animieren. Den Sprint der Herren verbrachte ich gemeinsam mit Dani bei Kati Wilhelm, ihrem Freund und den bayrisch sprechenden Teamtechnikern der USA an der Strecke. Ich erzählte ihr von unserer spektakulären Heimreise aus Pokljuka worauf sie nach jeder „Subtragödie“ Sch… burmelte. Sie wollte dann auch die Vorgeschichte der Panne hören… aber das steht ja schon im letzten Bericht! Neben uns konnten wir den sehr motivierten schwedischen Trainer Wolfgang Pichler beobachten, dessen Bommelmütze sanft im Wind wiegte. Ole Einar Björndalen gewann den Sprint und wurde deshalb auf einer Sänfte zum Auto getragen, wo er im Kofferraum Platz fand. Ilmars Bricis / LAT wurde zweiter vor dem Schweden Matthias Nilson. Nach der Siegerehrung liefen wir zur Schanze und warteten auf das anschließende Teamtechnikerrennen, das unsere Lachmuskeln ganz schön in Schwung brachte. Einige Biathleten wie Sophia Demije, Anna Carin Olofsson, Daniel Graf, Uschi Disl… schauten auch zu. Uschi wollte uns für ihr Fotoalbum knipsen und animierte uns zum zusammenrutschen. Nachdem wir nun lange genug im Stadion waren fuhren wir zum Abendessen in die Innenstadt und danach in unsere Herberge zurück, wo wir beim Brainstorming zu Uschi’ s letztem Rennen am Sonntag und Skipbo viel Spaß hatten. Freitag, 24.03.2006: Weil heute Training am Holmenkollen angesagt war, brauchten wir erst um 09.00 Uhr frühstücken und konnten alles einfach stressfreier angehen lassen. Um 11.00 Uhr stiegen wir in die Tram zum Training. Auf der Suche nach einem passenden Hintergrundmotiv für ein Fanclub – Gruppenfoto wurden wir bei der Statur des Königs und seinem Pudel fündig. Drei von uns nahmen auf dem Pudel Platz und der Rest drum herum. Wie auf Abruf fuhr Kati an diesem Geschehen direkt vorbei und kippte vor Lachen fast aus den Skiern. Später sahen wir Uschi und Katrin Apel beim Ski testen zu. Katrin schenkte uns ein paar Autogrammkarten und Uschi erklärte uns nach welcher Vorgehensweise sie sich speziell für ein Ski Paar entscheidet. Katrin lies noch ein paar ihrer gewohnten ironisch – chaotischen Sprüche los, bevor ich mich Hals über Kopf in die nächste Lachnummer stürzte. Kati und ich konnten uns nicht entscheiden wie man ein spezielles Wort schreibt. Bis Kati auf DIE Lösung zu stoßen schien. Wir verwendeten einfach beide Versionen aktiv und kamen später drauf, dass mindestens Dani und Uschi die richtige Schreibweise beherrschten. „ZU SPÄT!“ Als Uschi mit ihren Training fertig war, machten wir noch einige Fanclubfotos mit ihr gemeinsam. Unsere Steffi spannte kraftvoll ihre Muskeln an und trug für Uschi die ca. 10 Paar Skier den Berg hoch, wofür Uschi auch sehr dankbar war. Nach dem Training hatten wir genug Zeit, um den Nachmittag in der Innenstadt von Oslo zu verbringen. Wir besichtigten so ziemlich jedes Sportgeschäft, den Hafen mit dem Rathaus, das Schloss, das Nationaltheater und vieles mehr bis die Füße zu qualmen anfingen. Zum Regenerieren aßen wir bei Burger King und auf dem Weg zur Tram trafen wir sogar einige deutsche Athleten wie: Michael Rösch, Jörn Wollschläger, Christoph Stephan und später noch Romy Beer. In den Abendstunden begann es wieder lustig zu werden, denn wir hatten vor unserem Haus eine ideale Rodelpiste, die wir intensiv zu nutzen begannen und jegliche Art von Pannen ausschöpften. Am späteren Abend waren wir gefordert die Plakate für das letzte Rennen von Uschi Disl und Liv Grete Poirre zu gestalteten. Samstag, 25.03.2006: Wie gewöhnlich begannen wir den Tag beim gemeinsamen Frühstück. Die Kette des schönen Wetters fedelte sich auch gekonnt durch diesen Tag der Verfolgungsrennen. In der Tram machte ich eine interessante Endeckung, in Form eines nützlichen Werbeplakates, das einen recht stabilen Eindruck machte und nur so danach schrie: „Nimm mich ab, lass mich mit Autogrammen füllen, laminier mich ein und häng mich in dein Biathlonzimmer!“ Die deutschen Mädels haben sich einen netten Abschiedgruß für Uschi Disl einfallen lassen und so hatte jede von ihnen „Mach’ s Gut Uschi“ auf dem Hosenbein stehen. Wir wollten das ab fotografieren, aber Jenny Adler’ s und Katja Beer’ s Buchstaben hielten das Rennen nicht durch und fielen ab. Simone Denkinger’ s Buchstaben waren schon vor dem Rennen kaputt, wie sie traurig verkündete. Kati Wilhelm jagte am erfolgreichsten und gewann vor der Russin Anna Bogali und der starken Schwedin Anna Carin Olofsson. Kati Wilhelm nahm anschließend freudig die Kristallkugel der Einzelwertung der Verfolgungsrennen entgegen. Während die Herren im Verfolgungsrennen liefen bedankte sich die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland für die Geburtstagsgrüße per Email bei mir. Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung zu wissen, dass verschollen gedachte Worte wirklich angekommen sind! Als Kati vorbei lief, durfte ich in ihrer Tasche nach einer Autogrammkarte wühlen oder besser: „suchen.“ Als dann noch ihr Handy klingelte schien sie mit dieser Situation verständlicherweise ein wenig ausgelastet und so landete ihr Geschenk in meiner Hand, aber leider nur zum halten! Die Herrenverfolgung gewann der Norweger Ole Einar Björndalen vor dem Polen Tomasz Sikora und dem deutschen Ricco Gross. Nachdem das Stadion von Zuschauern gut geleert war, machten wir uns auf den Heimweg, um den Abend mit Wehmut vor Uschi’s letztem Rennen am nächsten Tag zu verbringen. Sonntag, 26.03.2006:  Um unsere Pläne für Uschi’s letztes Rennen auch gut in die Realität umsetzen zu können, fuhren wir früher als sonst ins Stadion. Diesmal positionierten wir uns in der Nähe des Zieleinlaufes. Wir holten unsere einheitlichen Leibchen raus und Jeder klebte auf die Forderseite ein Bild von Uschi und direkt darunter stand „Good bye Uschi“. Auf der Rückseite war immer nur ein groß gedruckter Buchstabe zu erkennen und wenn wir uns richtig nebeneinander gestellt haben, bildete sich automatisch der Schriftzug „Danke Uschi“. Auf unserem extra angefertigtem Großbetttuch stand: „Für uns warst Du immer ein Volltreffer! Wir vermissen Dich jetzt schon!“ Links und rechts haben wir auch da noch zwei Bilder von Uschi aufgeklebt. Nun haben wir Luftballons in den Farben schwarz, rot und gold aufgeblasen und vor uns an das Geländer befestigt. Leider ließen sich nicht alle unserer Pläne in die Tat umsetzen, aber wir können uns nicht vorwerfen, dass wir es nicht versucht haben. Wir werden dies trotzdem im Sommer nachholen! Während unserer Vorbereitungen blieben wir natürlich nicht unbeobachtet und so wurden wir ständig fotografiert. Liv Grete Poiree würdigte unser Plakat für sie mit einem netten Gruß. Wir haben extra „Liv Grete, Wir wünschen dir alles Gute für Deine Zukunft!“ auf norwegisch auf ein großes Silbertuch geschrieben. Ihr Fanclub hatte extra für sie ein Lied gedichtet und es erhallte emotional durch das Stadion! Es war ein seltsames Gefühl Uschi zum letzten mal als Führende im Massenstart aus dem Stadion fahren zu sehen! Gewonnen hat die Norwegerin Linda Tjörhom, vor der Französin Sandrine Bailly und Olga Nazarova. Als Uschi zum letzen Mal ins Stadion einbog winkte sie während der Runde oft zum Publikum und bedankte sich mit dieser Geste bei ihren treuen Fans. Die Deutsche Damenmannschaft stand zum Symbol Spalier für sie. Nun Schlug eine Bombe ein. Liv Grete und Uschi rannten von einem Mikrofon zum anderen. Aber ein ganz besonderes Ereignis war die Schlittenfahrt der Beiden durch das Stadion, die mit der traurigen Filmmusik „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ unterlegt war. Da liefen mir dann schon ein paar Tränen über die Wangen. Nachdem sich Uschi beim Stadionsprecher auf schwedisch beim norwegischen Publikum bedankt hatte, kam sie auch zu uns rüber und umarmte Jeden von uns. Nachdem sich diese Eindrücke erst einmal gesetzt hatten, konnten wir das Männerrennen gar nicht so begeistert mitverfolgen. Wieder einmal gewann der große Ole Einar Björndalen vor dem tschechen Roman Dostal und dem Russen Sergei Rozhkov. Nachdem der offizielle Teil des Weltcups vorbei war, holten wir unser Fanclubplakat. Das mittlerweile traditionelle Homevideo - Schlusswort sprach diesmal die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland! Wir verließen das Stadion über den Ausgang an der Schanze, wo ich mich dann von Kati Wilhelm verabschiedete. Karina, Uschi und ich gingen in das Hotel, wo die Deutschen Athleten untergebracht waren. Da wir hilflos und auf der Suche nach Uschi Disl in der Eingangshalle des Hotels standen, half uns die Italienerin Michael Ponza sehr engagiert. Vielen Dank Michaela, für die Umstände!!! Trotz Misserfolg. Dani, Krümel, Steffi, Sigi und Nancy warteten draußen, um mit uns zurück zur Jugendherberge zu fahren. Den Abend ließen wir in Ruhe und mit „Stadt, Land, Fluss“ verstreichen. Montag, 27.03.2006: Am Montag hieß es: „Alles vorbei und ab nach Hause!“ Wir fuhren gegen 09.00 Uhr morgens mit dem Bus zum Flughafen und flogen um 13.15. Uhr zum Airport Köln – Bonn“ zurück, wo wir uns von Karina, Steffi und Krümel verabschiedeten. Dani’ s Eltern holten uns wieder ab und luden uns zu Kaffee und Kuchen ein. Während dessen schauten wir im TV noch einmal das aufgenommene Schlussrennen von Uschi am Vortag an, tauschten unsere digitalen Bilder aus, bis Nancy und ich weiter nach Thüringen fuhren und die Biathlonsaison 2005 / 2006 für mich endgültig beendet war!

1.6.07 20:12
 


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