Startseite
    Biathlon LIVE erleben Events
    Weltcups
    Deutsche Meisterschaften
    Bike Biathlon
    Fanclubtreffen
    Sonstige Veranstaltungen
  Archiv

 
Links
   zurück zur JD Fanseite

Webnews



http://myblog.de/biathlon-live-erleben

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Weltcups

Weltcupfinale 2005 - 2006 am Holmenkollen/ NOR

Da dieses Finale gleichzeitig Uschi Disl's letzter Weltcup war, möchte ich ihr diesen Bericht widmen!

Mittwoch, 22.03.2006: Um 00.00 Uhr morgens traf ich mich mit Nancy in Zella – Mehlis. Über Oberhof und Kassel fuhren wir dann weiter nach Dortmund zu Dani. Um ca. 03.30 Uhr waren wir schon da und so nutzte ich gleich die passende Gelegenheit um noch mal bis zum „Verwöhnfrühstück“ von Dani’ s Mutter eine Mütze voll Schlaf abzubekommen. Nachdem unsere Mägen nicht mehr knurrten fuhren uns Dani’ s Eltern zum Airport „Köln – Bonn“. Beim „Check in“ warteten wir auf Krümel und Steffi. Als unser Gepäck aufgegeben war machten wir es uns bei Burger King gemütlich und siehe da, Nancy entdeckte Yvonne, ja die Yvonne! YVONNE CATTERFELD! Inklusive Riesensonnenbrille und Bodyguards. Mit ca. 15 Minuten Verspätung und Karina, die durch ein „Check in – Chaos“ musste und somit später zu uns stieß, startete unser Flugzeug in Richtung Oslo. Um 12.30 Uhr setzten wir zur Landung auf skandinavischen Boden an. Mit dem Bus ging es dann um 13.15 Uhr weiter in den westlichen Stadtteil von Oslo. Nach einer kräftigen Konditionsprobe mit „Extremgepäckschlepping“ bergauf, erreichten wir unsere Unterkunft des Norske Vandrerhjem „Haraldsheim“. Das ist eine nette Jugendherberge, die endlich mal genügend Duschen für mich zur Verfügung hatte und somit das allmorgendliche „Badboxen“ vermied! Dani, Nancy und ich teilten uns das Zimmer neben dem von Steffi, Krümel und Karina. Wieder mal blinkten unsere roten Magenleuchten und signalisierten den Hungeralarm, der mit allerlei kleinen Mitbringsel aus der Heimat nur gedämpft werden konnte. Zimmernummer 102, dass waren wir, unternahm einen einstündigen, geschlossenen Besichtungslauf der umliegenden Gegend. Nebenbei studierten wir die Anschlussverbindungen zum Holmenkollen. Und ich deckte mich an der Rezeption mit allen möglichen Prospekten über Oslo ein. Nach einer anstrengenden Nacht und all dem Reisetrubel, legten Nancy und ich uns noch mal auf’ s Ohr. Bis zu dem Augenblick, als mein Handy mich plötzlich erschreckte. Mit einem Gefühl eine Bratpfanne ins Gesicht geschlagen bekommen zu haben, begrüßte ich später Sigi und Uschi vom Fanclub im Aufenthaltsraum. Dort verbrachte der Fanclub den Abend mit lustigen Gesprächen. Donnerstag, 23.03.2006: An diesem sonnigen Morgen frühstückten wir gut gelaunt um Punkt 08.00 Uhr. Mit der Tram fuhren wir etwa eine Stunde, inklusive Umsteigen, wo wir auch vom Andrea Henkel FC und dem Martina Glagow FC begrüßt worden, zum Holmenkollen. Den Sprint der Damen entschied Martina Glagow für sich und verwies die Italienerin Michaela Ponza auf den zweiten Rang, vor der Weißrussin Ekaterina Ivanova auf Rang 3. Nach der Siegerehrung bekam Kati Wilhelm die Kristallkugel der Einzelwertung im Sprint überreicht. Über die Kristallkugel der Einzelrennen freute sich die Russin Svetlana Ishmouratova. So langsam begannen sich die Herren einzulaufen und Raphael Poirree tat dies ganz provokativ im gelben Leibchen, leider brachte diese Taktik kein Glück! Zwischen den beiden Rennen überreichte ich Uschi mein Geschenk, das ich ja in Pokljuka vergessen hatte. Trotz Verspätung hat sie sich sichtlich darüber gefreut und Martina, ihre Freundin, blickte ihr genüsslich über die Schulter und wollte Uschi zum teilen animieren. Den Sprint der Herren verbrachte ich gemeinsam mit Dani bei Kati Wilhelm, ihrem Freund und den bayrisch sprechenden Teamtechnikern der USA an der Strecke. Ich erzählte ihr von unserer spektakulären Heimreise aus Pokljuka worauf sie nach jeder „Subtragödie“ Sch… burmelte. Sie wollte dann auch die Vorgeschichte der Panne hören… aber das steht ja schon im letzten Bericht! Neben uns konnten wir den sehr motivierten schwedischen Trainer Wolfgang Pichler beobachten, dessen Bommelmütze sanft im Wind wiegte. Ole Einar Björndalen gewann den Sprint und wurde deshalb auf einer Sänfte zum Auto getragen, wo er im Kofferraum Platz fand. Ilmars Bricis / LAT wurde zweiter vor dem Schweden Matthias Nilson. Nach der Siegerehrung liefen wir zur Schanze und warteten auf das anschließende Teamtechnikerrennen, das unsere Lachmuskeln ganz schön in Schwung brachte. Einige Biathleten wie Sophia Demije, Anna Carin Olofsson, Daniel Graf, Uschi Disl… schauten auch zu. Uschi wollte uns für ihr Fotoalbum knipsen und animierte uns zum zusammenrutschen. Nachdem wir nun lange genug im Stadion waren fuhren wir zum Abendessen in die Innenstadt und danach in unsere Herberge zurück, wo wir beim Brainstorming zu Uschi’ s letztem Rennen am Sonntag und Skipbo viel Spaß hatten. Freitag, 24.03.2006: Weil heute Training am Holmenkollen angesagt war, brauchten wir erst um 09.00 Uhr frühstücken und konnten alles einfach stressfreier angehen lassen. Um 11.00 Uhr stiegen wir in die Tram zum Training. Auf der Suche nach einem passenden Hintergrundmotiv für ein Fanclub – Gruppenfoto wurden wir bei der Statur des Königs und seinem Pudel fündig. Drei von uns nahmen auf dem Pudel Platz und der Rest drum herum. Wie auf Abruf fuhr Kati an diesem Geschehen direkt vorbei und kippte vor Lachen fast aus den Skiern. Später sahen wir Uschi und Katrin Apel beim Ski testen zu. Katrin schenkte uns ein paar Autogrammkarten und Uschi erklärte uns nach welcher Vorgehensweise sie sich speziell für ein Ski Paar entscheidet. Katrin lies noch ein paar ihrer gewohnten ironisch – chaotischen Sprüche los, bevor ich mich Hals über Kopf in die nächste Lachnummer stürzte. Kati und ich konnten uns nicht entscheiden wie man ein spezielles Wort schreibt. Bis Kati auf DIE Lösung zu stoßen schien. Wir verwendeten einfach beide Versionen aktiv und kamen später drauf, dass mindestens Dani und Uschi die richtige Schreibweise beherrschten. „ZU SPÄT!“ Als Uschi mit ihren Training fertig war, machten wir noch einige Fanclubfotos mit ihr gemeinsam. Unsere Steffi spannte kraftvoll ihre Muskeln an und trug für Uschi die ca. 10 Paar Skier den Berg hoch, wofür Uschi auch sehr dankbar war. Nach dem Training hatten wir genug Zeit, um den Nachmittag in der Innenstadt von Oslo zu verbringen. Wir besichtigten so ziemlich jedes Sportgeschäft, den Hafen mit dem Rathaus, das Schloss, das Nationaltheater und vieles mehr bis die Füße zu qualmen anfingen. Zum Regenerieren aßen wir bei Burger King und auf dem Weg zur Tram trafen wir sogar einige deutsche Athleten wie: Michael Rösch, Jörn Wollschläger, Christoph Stephan und später noch Romy Beer. In den Abendstunden begann es wieder lustig zu werden, denn wir hatten vor unserem Haus eine ideale Rodelpiste, die wir intensiv zu nutzen begannen und jegliche Art von Pannen ausschöpften. Am späteren Abend waren wir gefordert die Plakate für das letzte Rennen von Uschi Disl und Liv Grete Poirre zu gestalteten. Samstag, 25.03.2006: Wie gewöhnlich begannen wir den Tag beim gemeinsamen Frühstück. Die Kette des schönen Wetters fedelte sich auch gekonnt durch diesen Tag der Verfolgungsrennen. In der Tram machte ich eine interessante Endeckung, in Form eines nützlichen Werbeplakates, das einen recht stabilen Eindruck machte und nur so danach schrie: „Nimm mich ab, lass mich mit Autogrammen füllen, laminier mich ein und häng mich in dein Biathlonzimmer!“ Die deutschen Mädels haben sich einen netten Abschiedgruß für Uschi Disl einfallen lassen und so hatte jede von ihnen „Mach’ s Gut Uschi“ auf dem Hosenbein stehen. Wir wollten das ab fotografieren, aber Jenny Adler’ s und Katja Beer’ s Buchstaben hielten das Rennen nicht durch und fielen ab. Simone Denkinger’ s Buchstaben waren schon vor dem Rennen kaputt, wie sie traurig verkündete. Kati Wilhelm jagte am erfolgreichsten und gewann vor der Russin Anna Bogali und der starken Schwedin Anna Carin Olofsson. Kati Wilhelm nahm anschließend freudig die Kristallkugel der Einzelwertung der Verfolgungsrennen entgegen. Während die Herren im Verfolgungsrennen liefen bedankte sich die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland für die Geburtstagsgrüße per Email bei mir. Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung zu wissen, dass verschollen gedachte Worte wirklich angekommen sind! Als Kati vorbei lief, durfte ich in ihrer Tasche nach einer Autogrammkarte wühlen oder besser: „suchen.“ Als dann noch ihr Handy klingelte schien sie mit dieser Situation verständlicherweise ein wenig ausgelastet und so landete ihr Geschenk in meiner Hand, aber leider nur zum halten! Die Herrenverfolgung gewann der Norweger Ole Einar Björndalen vor dem Polen Tomasz Sikora und dem deutschen Ricco Gross. Nachdem das Stadion von Zuschauern gut geleert war, machten wir uns auf den Heimweg, um den Abend mit Wehmut vor Uschi’s letztem Rennen am nächsten Tag zu verbringen. Sonntag, 26.03.2006:  Um unsere Pläne für Uschi’s letztes Rennen auch gut in die Realität umsetzen zu können, fuhren wir früher als sonst ins Stadion. Diesmal positionierten wir uns in der Nähe des Zieleinlaufes. Wir holten unsere einheitlichen Leibchen raus und Jeder klebte auf die Forderseite ein Bild von Uschi und direkt darunter stand „Good bye Uschi“. Auf der Rückseite war immer nur ein groß gedruckter Buchstabe zu erkennen und wenn wir uns richtig nebeneinander gestellt haben, bildete sich automatisch der Schriftzug „Danke Uschi“. Auf unserem extra angefertigtem Großbetttuch stand: „Für uns warst Du immer ein Volltreffer! Wir vermissen Dich jetzt schon!“ Links und rechts haben wir auch da noch zwei Bilder von Uschi aufgeklebt. Nun haben wir Luftballons in den Farben schwarz, rot und gold aufgeblasen und vor uns an das Geländer befestigt. Leider ließen sich nicht alle unserer Pläne in die Tat umsetzen, aber wir können uns nicht vorwerfen, dass wir es nicht versucht haben. Wir werden dies trotzdem im Sommer nachholen! Während unserer Vorbereitungen blieben wir natürlich nicht unbeobachtet und so wurden wir ständig fotografiert. Liv Grete Poiree würdigte unser Plakat für sie mit einem netten Gruß. Wir haben extra „Liv Grete, Wir wünschen dir alles Gute für Deine Zukunft!“ auf norwegisch auf ein großes Silbertuch geschrieben. Ihr Fanclub hatte extra für sie ein Lied gedichtet und es erhallte emotional durch das Stadion! Es war ein seltsames Gefühl Uschi zum letzten mal als Führende im Massenstart aus dem Stadion fahren zu sehen! Gewonnen hat die Norwegerin Linda Tjörhom, vor der Französin Sandrine Bailly und Olga Nazarova. Als Uschi zum letzen Mal ins Stadion einbog winkte sie während der Runde oft zum Publikum und bedankte sich mit dieser Geste bei ihren treuen Fans. Die Deutsche Damenmannschaft stand zum Symbol Spalier für sie. Nun Schlug eine Bombe ein. Liv Grete und Uschi rannten von einem Mikrofon zum anderen. Aber ein ganz besonderes Ereignis war die Schlittenfahrt der Beiden durch das Stadion, die mit der traurigen Filmmusik „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ unterlegt war. Da liefen mir dann schon ein paar Tränen über die Wangen. Nachdem sich Uschi beim Stadionsprecher auf schwedisch beim norwegischen Publikum bedankt hatte, kam sie auch zu uns rüber und umarmte Jeden von uns. Nachdem sich diese Eindrücke erst einmal gesetzt hatten, konnten wir das Männerrennen gar nicht so begeistert mitverfolgen. Wieder einmal gewann der große Ole Einar Björndalen vor dem tschechen Roman Dostal und dem Russen Sergei Rozhkov. Nachdem der offizielle Teil des Weltcups vorbei war, holten wir unser Fanclubplakat. Das mittlerweile traditionelle Homevideo - Schlusswort sprach diesmal die Norwegerin Liv Kjersti Eikeland! Wir verließen das Stadion über den Ausgang an der Schanze, wo ich mich dann von Kati Wilhelm verabschiedete. Karina, Uschi und ich gingen in das Hotel, wo die Deutschen Athleten untergebracht waren. Da wir hilflos und auf der Suche nach Uschi Disl in der Eingangshalle des Hotels standen, half uns die Italienerin Michael Ponza sehr engagiert. Vielen Dank Michaela, für die Umstände!!! Trotz Misserfolg. Dani, Krümel, Steffi, Sigi und Nancy warteten draußen, um mit uns zurück zur Jugendherberge zu fahren. Den Abend ließen wir in Ruhe und mit „Stadt, Land, Fluss“ verstreichen. Montag, 27.03.2006: Am Montag hieß es: „Alles vorbei und ab nach Hause!“ Wir fuhren gegen 09.00 Uhr morgens mit dem Bus zum Flughafen und flogen um 13.15. Uhr zum Airport Köln – Bonn“ zurück, wo wir uns von Karina, Steffi und Krümel verabschiedeten. Dani’ s Eltern holten uns wieder ab und luden uns zu Kaffee und Kuchen ein. Während dessen schauten wir im TV noch einmal das aufgenommene Schlussrennen von Uschi am Vortag an, tauschten unsere digitalen Bilder aus, bis Nancy und ich weiter nach Thüringen fuhren und die Biathlonsaison 2005 / 2006 für mich endgültig beendet war!

1.6.07 20:12


Weltcup von Pokljuka/ Slowenien 2005 - 2006

08.03.2006:

Nachdem Dani ihr Auto bei uns in den Hof für die nächsten Tage parkte, fuhren sie, Steffi und ich gegen 03.30 Uhr los. Die Reise ging über München Neufahrn, wo wir Petra vom Bahnhof abholten. Da wir bei Kaiserwetter ziemlich zügig durch den Verkehr kamen sind wir ca. 12.30 Uhr in Bled angekommen. Zunächst suchten wir das Akkreditierungsbüro, welches in diesem Jahr perfekt versteckt worden war. Mit einem kleinen Patzer mit dem Auto, wo mich Dani, Steffi und Petra auf der Eisplatte am Berg nett angeschoben hatten, kamen wir trotzdem noch pünktlich zum Sprint der Herren in Pokljuka an! Das Wetter war optimal wir haben nicht gefroren, trotz unprofessioneller „Biathlonzuschauerkleidung“ (sprich, wir haben uns nach der Fahrt nicht warm angezogen). Während dieses Herrensprints konnte ich meine Fotosammlung mit folgenden Biathleten zahlreich erweitern: Christoph Sumann / AUT, Lars Berger / NOR, Stian Eckhoff / NOR, Halvard Hanevold / NOR, Vincent Defrasne / FRA, Roman Dostal / CZE, Andreas Birnbacher / GER, Tomasz Sikora / POL, Frode Andresen / NOR, Carsten Pump / GER, Tomas Holubec / CZE. Direkt nach dem Rennen bezogen wir unsere schöne Wohnung und losten mangels Entscheidungsspontanitäten die Betten und Zimmer untereinander aus! Als wir in Bled in das Lebensmittelgeschäft gingen, trafen wir an der Kasse Michaela Ponza / ITA und Matthias Simmen / SUI. Am Abend passierte nicht mehr viel, da wir ziemlich müde waren. Nach dem Essen sahen wir noch ein bisschen TV und später fiel ich förmlich in mein Bett.


09.03.2006:

Da der Damensprint erst um 14.45 Uhr begonnen hat, konnten wir glücklicherweise ausschlafen. Nach dem frühstücken haben wir uns in Ruhe mit den angenehmen Dingen beschäftigt, wie zum Beispiel für die Uni gearbeitet oder Kreuzworträtzel gelöst… . Auch heute hatten wir tolles Wetter und wir konnten diesmal ohne Fahrtprobleme in das Stadion fahren. Irina Nikoultchina / BUL lies sich mit großer Freude während ihrer Einlaufrunden von Steffi fotografieren und lachte jede Runde extra ins Bild. Auch an diesem Tag konnte ich meine Athletenfotosammlung erweitern mit: Sandrine Bailly / FRA, Olena Zubriloa / BLR, Michaela Ponza / ITA, Florence Baverel-Robert / FRA, Nathalie Santer / ITA, Anna Carin Olofsson / SWE, Uschi Disl / GER. Nach dem Rennen habe ich Kati zu ihren super Leistungen von den olympischen Spielen in Turin gratuliert und ihr gebeichtet, dass ihr Geschenk von mir zu dieser Leistung noch in Arbeit ist und am Dienstag leider noch nicht fertig war. Aber sie hat sich trotzdem gefreut und hält die Spannung bis Oslo.

Da Dani und Petra bei der Pressekonferenz waren, haben Steffi und ich mit Uschi geplaudert und auch ihr musste ich erklären, warum ich ihr Geschenk vergessen hatte: „Tja Uschi, du weißt ja wie das ist, wenn man losfährt und das Gefühl hat, dass man irgendetwas Wichtiges vergessen hat?! In diesem speziellem Fall war das diesmal dein Geschenk!!!“ Am Nachmittag nutzen wir das schöne Wetter, um einen Spaziergang rund um den See zu machen. Lars Berger / NOR und Stian Eckhoff / NOR überholten uns im Laufschritt. Aber bei diesem Schnee und Eis hatten wir so unsere Probleme mit dem Tempo… ! Eigentlich wollte ich diese Sache nicht erwähnen, aber im Nachhinein ist sie ja doch recht lustig: „Auf dem Weg zum Abendessen ins Bistro schmiss mich eine Deutsche Dogge in den Schnee und mein linker Arm bohrte sich bis zum Ansatz in den kalten Schneehaufen!“ Uschi sagte später dazu: „Naja, die hat halt gedacht, ich als Deutsche Dogge, die in Slovenien wohnt – muss unbedingt mal Körperkontakt zu einer Deutschen haben!“ Ein weiteres prägendes Erlebnis war ein Mann der mit seiner Kamera auf uns zu stürmte und unbedingt mit uns fotografiert werden wollte! Nach dem Abendessen zogen wir eine Lektion im „Brainstorming“ mit einer wichtigen „Topic“ der Athletendisco vor!


10.03.2006:

Am Freitag weinte Petrus fleißig und wir fuhren sehr früh in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Lange hielten wir es bei diesem Regen nicht aus und das Einzige, das ich mir gekauft habe war ein Schirm und Öl für das Auto, da auf der Rückfahrt nach Bled mein Öllämpchen aufleuchtete! Da das Training bei 0,5m pro h Neuschnee in Pokljuka ausfiel, schlug uns Uschi per SMS vor sich mit uns zum Café trinken zu treffen. Wir fanden den Vorschlag gut und entschieden uns vorher noch mal durch die Geschäfte von Bled zu schlendern und trafen dabei auch wieder einige Athleten bzw. Trainer…, wie Katrin Apel, Katja Beer, Martina Glagow, alle GER Magdalena Forsberg, Wolfgang Pichler / SWE, Olena Petrova / UKR, Raphael Poiree / FRA. Als wir uns dann mit Uschi und ihrem Freund Thomas trafen gingen wir ins erste Café. Es war ziemlich voll und der Andrea Henkel FC, zusammen mit Andrea, saßen auch da. Wir suchten uns dann ein anderes Café aus. Wir hatten zusammen mit Uschi und Thomas einen schönen Nachmittag und viel zu lachen! Interresant waren die Geschichten von Olympia und dem Trainingslager in Munio,… . Nach dem Abendessen schauten wir gemütlich TV und veranstalteten ein lustiges Fotoshooting mit „Fressorgie“!


11.03.2006:

Heute erlebten wir, erneut bei strahlend blauem Himmel, zwei Verfolgungsrennen. Zuerst starteten die Herren um 10.45 Uhr und die Damen um 13.45 Uhr. Nach einem erneuten Bild für meine Sammlung mit Ekaterina Dafovska / BUL war ein weiteres Highlight an diesem Tag für mich, die anschließende Pressekonferenz mit Katrin Apel auf Rang 3, Kati Wilhelm auf Rang 2 und der erstplatzierten Sandraine Bailly aus Frankreich! Kati war sichtlich erstaunt mich zu sehen und Sandrine durchschaute meine Taktik und amysierte sich sehr darüber, lies sich aber nichts anmerken! Anschließend traf ich Kati noch einmal draußen im Stadion, redete kurz mit ihr und quälte sie mit Namen auswendig lernen auf die Schnelle. Ich sollte sie dann nocheinmal wiederholen. Kurz darauf hatte sie sie lachend abgespeichert und ich entschuldigte mich für die komplizierte Planung für der Autogrammwünsche! Glücklicherweise hatte sie im Pressehaus ihre Trinkflasche vergessen und ich nutzte die Zeit sinnvoll, um ihr doch noch einen Spicker als Stütze zu verfassen, über den sie sich dann auch freute. Da meine Öllampe im Auto immer noch fleißig leuchtete, bekam ich einen Tipp von Jörg vom AHFC, DANKE noch mal dafür an dieser Stelle!!! Also fuhren wir noch einmal an die Tankstelle. Später lief ich mit Dani ins Zentrum, von Bled zum restlichen Slowenischen Geld ausgeben. Dort stand auch wieder Raphael Poiree an der Kasse. In Bled ist es wirklich sehr wahrscheinlich Athleten zu treffen! Nach dem Abendessen haben wir gegenseitig unsere Bilder angesehen, denn wir waren zu viert auf diesem Weltcup und Jeder hat fleißig Bilder geschossen.


12.03.2006:

Am Sonntag stand eine Mixed Staffel Weltmeisterschaft auf dem Programm und ich habe mich besonders darauf gefreut! Nur war unsere Stimmung durch den Sturm sehr getrübt. Diese Stimmungsphase hielt Gott sei Dank nicht lange an. Denn das Rennen verlief trotzdem planmäßig. Lustig waren die Trainerreaktionen an der Strecke über die eigentlich sehr unfairen Windbedingungen. Petra wies mich darauf hin, dass Kati mich suchen würde und deshalb beeilte ich mich zu ihr zu gelangen, um die Autogramme zu holen. Nachdem wir noch mal über die Rennbedingungen gesprochen hatten, habe ich ihr eine gute Reise nach Finnland gewünscht. Unmittelbar vor der Siegerehrung nutzte ich die Gunst der Stunde, um Anna Carin Olofsson / SWE zu erklären, dass ich sie gerne das Schlusswort auf meinem Home Video sagen lassen würde. Da sie von dieser Idee begeistert war, stimmte sie gerne zu und ich sagte ihr ihren Text vor. Den wollte sie dann doch noch wissen, da sie leider kein Deutsch spricht, hat sie auf Englisch gesprochen! Anschließend machten wir uns auf die Heimreise, bei der kurz vor München, die Motorleuchte vom Auto zu brennen einsetzte. Kurzum sind wir München Garching abgefahren und haben das Auto an der Tankstelle abgestellt, um auf den Mechaniker und meinen Vater zu warten, die mit Dani’ s Auto auf dem Anhänger unterwegs waren um mein Auto nach Hause abzuschleppen. Petra fuhr mit der Bahn weiter nach Regensburg und wir suchten uns einen Gasthof, aßen auf den Schreck, setzten unser Brainstorming fort und warteten bis ca. 00.00 Uhr auf die Rettung!

1.6.07 20:06


Weltcup in Oberhof 2005 - 2006

Training am 03.01.2006:

Etwa um 13.30 Uhr traf ich Dani auf dem Oberhofer Grenzadler vor der Thüringer Hütte. Gemeinsam warteten wir auf Krümel, Nancy, Florian und Nancys Freundin Conny. Wir befestigten unser Fanclubplackat unter dem todesmutigen Einsatz von Nancy im Stadion und bemerkten, dass außer Martina Glagow und ein paar unbekannten Biathleten irgendwie keiner trainierte. Uschi konnten wir auch nicht endecken. Als wir nach einer halben Stunde gänzlich zu erfrieren drohten, entschieden wir uns kurzer Hand nach Oberhof ins Cortina zu fahren. Auf dem Weg aus der Rennsteig Arena raus trafen wir dann Magdalena Forsberg .  Im Cortina gab es heiße Schokolade mit Crepes. Während wir aßen bekam Dani plötzlich eine SMS von Uschi, das das Training doch erst um 16.50 Uhr anfängt. Hmmm, also gut! Nach dem wir fertig waren machten wir uns erneut auf den Weg in die Rennsteig Arena. Ja, jetzt sah es eher nach einem Training aus! Nancy und ich gingen durch den unterirdischen Tunnel zum Schießstand, um Fotos zu machen, da man bei diesem Nebel von den Zuschauerrängen nichts erkennen konnte. Einer der Männer  im Tunnel hatte Verständiss für uns übrig und lies uns durch. Danke! So nun positionierten wir uns neben Jens Filbrichs Vater und machten Fotos. Lange haben wir es dort vor Kälte nicht aushalten können und entschieden uns wieder zurückzugehen. Als Uschi mit dem Training fertig war, freute sie sich uns zu sehen und sagte: "Ich zieh mich nur schnell um, und bin gleich wieder da." Da wir vor den Wachskabinen standen, konnten wir in der Zwichenzeit Katja Beer beim singen zuhören, Katrin Apel auf der Suche nach Kati Wilhelm helfen, Michael Greis rumalbern sehen... . Als Uschi fertig war kümmerte sie sich erst mal um Florian. Sie war super gelaunt und es war ein sehr nettes Zusammentreffen. Kati war inzwischen auch fertig mit umziehen und begrüßte uns. Sie lief mit Uschi und uns gemeinsam Richtung Ausgang und wir unterhielten uns noch ein bisschen. Um 18.30 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren nach Hause.

Staffelrennen der Herren am 04.01.2006:

Zusammen mit dem UDFC verfolgte ich das spannende und erste Flutlichtrennen in der Geschichte der Oberhofer BiathlonWeltcups, zu dem um 17.15 Uhr der Startschuss fiel. Zwischendurch zog immer wieder Nebel in die Arena, der aber die gute Stimmung und Laune der ca. 23000 Zuschauer nicht vertreiben konnte! In den ersten beiden Runden konnte Ricco Gross eine vielversprechende Ausgangsposition für Alexander Wolf sichern. Alexander lies ein paar Nerven am Schießstand und musste einmal in die Strafrunde. Aber Ali konnte auf der Strecke noch mal richtig fighten und wechselte auf den dritten Läufer Sven Fischer der auch wieder Meter um Meter Boden gut machte. Der Schlussläufer Michael Greiss brachte ganz klar die Arena zum beben und fuhr nach einem sensationellem zweiten Schießen den Deutschen Sieg über die Ziellinie!

Staffelrennen der Damen am 05.01.2006:

Zum Staffelrennen der Damen schickte uns Petrus leider wieder Nebel und schlechte Sichtverhältnisse. Auch dieses Staffelrennen wurde unter Flutlicht durchgeführt. Ich habe es erst gar nicht versucht zu fotografieren ...  ... es wäre sowieso sinnlos gewesen! Trotz Allem hatten wir auch unseren Spass, meine frisch erworbene Holzrassel wurde erst einmal bei der offiziellem Siegerehrung der Herrenstaffeln getestet. Es gab auch Leute, die der Meinung waren sie müssten sich noch zwischen die erst schon extrem aneinanderklebenden Zuschauer drängen! Wir malten uns schon virtuell das Bild aus, wenn es "plums bei Jedem" macht. Das Rennen verlief sehr spannend und am Schießstand mussten auch wieder Nerven gelassen werden. Aber in der Loipe waren die deutschen Mädels super und machten mächtig Boden gut! Am Ende wurde die französische Damenstaffel strahlender Sieger, mit einer überglücklichen Sandrine Bailly! Deutschland und Weißrussland kamen auf Platz zwei und drei ins Ziel. Nach der Siegerpräsentation machten wir uns auf dem Weg nach Hause.

Freitag der 06.01.2006:

Die Siegerehrung der Damenstaffeln vom Vortag konnte man Dank des Dauernebels zumindest ganz gut erahnen. Anschliessend war unsere Befürchtung traurige Gewissheit geworden: "Ausfall der Herrenstaffel wegen Nebel! "

Damen und Herrensprints inklusive Star Biathlon mit Jörg Pilawa am 07.01.2006:

Da am Vortag der Sprint der Männer abgesagt wurde, versprach der Samstag ein langer Tag zu werden! Im Männersprint gewann Vincent Defrasne seinen ersten Weltcupsieg überhaupt vor Alexander Wolf und den dritten Rang konnte sich Maxim Tschudow aus Russland sichern. Im Sprint der Damen wurde Kati Wilhelm donnert bejubelt, da sie sich den ersten Platz, trotz einer Strafrunde, vor der laufstarken Schwedin Anna Carin Olofsson sichern konnte. Linda Tjörhom aus Norwegen freute sich über den dritten Platz. Nachdem wir eigentlich schon genug gefroren hatten, blieben wir trotzdem noch zum Star Biathlon mit Jörg Pilawa, dass um 18.10 Uhr begann und auch wieder ein Flutlichtrennen war. Durch die vielen hellen Scheinwerfer der ARD konnten wir jetzt auch wieder mehr von den nebelbehangenen Scheiben sehen. Bevor es richtig los ging sangen die Prinzen noch ein Lied. Anschließend riefen Alle "Wir wollen die Kati sehen!" im Chor. Endlich kam sie zum Interview mit Jörg Pilawa und beschrieb den Zuschauern, wie das Rennen in den Augen der Stars sein muss. Unter Anderen fuhren mit: Janine Kunze, Christina Plate, Wigald Boning, Hera Lind, Bernhard Brink, Schlagersängerin Michelle ... . Exbiathleten wie, Frank Luck, Klaus Siebert, Peter Sendel, Fritz Fischer... waren auch von der Partie. Besonders bravorös hat sich als einzige Frau unter Ihnen die Schwedin Magdalena Forsberg geschlagen und ich habe sie aus Leibeskräften unterstützt! Nach ca. elf Stunden Nebel, Emotionen und eisens Kälte versammelten wir (UDFC) uns im Schlossberghotel in Oberhof zum gemütlichen Abendessen.

Massenstarts am 08.01.2006:

Martina Glagow hat beim Massenstartrennen gewinnen können und und damit die tollen Leistungen der deutschen Mannschaft krönnen können! Zweite wurde die Russin Olga Pylewa, die ihr letztes Rennen in Oberhof lief. Als dritte kam Katrin Apel über die Ziellinie und konnte auch nochmal so richtig den Jubel ihres heimischen Publikums feiern! Bei den Männern belegte Sven Fischer Platz zwei, hinter dem Norweger Halvard Hanevold, mit dessen starker Leistung keiner so richtig gerechnet hat! Dritter wurde der Franzose Raphael Poiree! Die deutschen Zuschauer feierten die Leistungen ihrer Biathleten und freuten sich besonders, dass die gelben Leibchen immer noch in den Händen von Kati Wilhelm und Alexander Wolf geblieben sind. Die Weltcuptage des Biathlons 2006 in Oberhof waren gezeichnet von Nebel und Spitzenleistungen der Deutschen Athleten!

1.6.07 19:53


Weltcup in Osrblie/ Slowakei 2005 - 2006

Am Dienstag dem 13.12.2005 machte ich mich gegen 13.00 Uhr mittags auf den Weg nach München. Gegen 18.00 Uhr bin ich dort angekommen und wurde von Krümel und Steffi empfangen. Steffi erzählte uns dann vom Weltcup in Hochfilzen, später aßen wir Lasagne und schauten einen Weihnachtsfilm.

Am nächsten Morgen packten wir das Auto und fuhren um 8.00 Uhr Richtung Osrblie. Je mehr wir uns dem Ziel näherten, desto banger wurde uns. "Weit und breit kein Schnee zu sehen." Dann kamen die ersten Berge und es schien dann doch noch Hoffnung zu geben, dass in Osrblie Schnee liegt. Wir wurden nicht entäuscht! Von Brezno aus ging es stetig bergauf und wir fuhren bis Osrblie ständig an trainierenden Biathleten vorbei. In Osrblie wehten dann Petra und Zuzana vor unserem Haus fleißig mit ihren Flaggen, damit wir es nicht verfehlen konnten. Mit unserem Haus waren wir sehr zufrieden. Ein großes Wohnzimmer mit Kamin, Küche, ein riesiges Bad, zwei Schlafzimmer... . Aber ein Defizit fällt mir spontan doch noch ein. Wir hatten kein Sat-TV und haben einen 5-Tage-Crash-Kurs in Slowakisch geboten bekommen und das beste ist: " Es hat nichts gekostet!"

Am Donnerstag ging es dann endlich mit den Einzelrennen der Männer los. Wir bauten unser Fanclubplackat auf, als sich der Sven Fischer Fanclub noch zu uns gesellte. Als Sven dann noch gewann, waren sie kaum zu halten und hoften für uns mit, dass Uschi im nachfolgendem Einzelrennen der Frauen auch gewinnt! Aber wie unser FC-Plackat, wurde sie Opfer des Windes und landete am Ende auf Platz 14. Unser Plackat dagegen auf dem Boden.

Am nächsten Morgen lief ich mit Krümel, Petra und Zuzana ins Stadion, um den Frauen beim Training zuzusehen. Es war extrem windig und schneite wie aus Eimern. Ein Satz sei hier noch festzuhalten, er stammt von Sabrina Buchholz und er lautet: " Mist, kann mal jemand Anders anfangen? Ich habe meine Monition nicht da!" Krümel entschied sich wieder in unsere Unterkunft zurückzulaufen. Ich wartete tapfer in dem "Sauwetter" bis Kati mit dem Training fertig war. Wir klärten dann gemeinsam, die noch offenen Fragen für den Themenabend. Als ich unser Haus nass wie ein Fisch erreichte, war ich noch schwer am überlegen, ob ich bei diesem Wetter nochmal zum Sprintrennen ins Stadion laufe. Als ich wieder einigermaßen trocken war entschied ich mich schließlich doch für das Rennen. Es sollte mein großer Glückstag sein und diese Entscheidung wurde später reich belohnt!!! Wie am Vortag verfolgte ich das Rennen neben dem Sven Fischer Fanclub. Ich habe es life erlebt...!!!! Der deutsche Vierer - Sieg! Frank Ullrich war der große König unter den Trainern und schrecklich stolz auf seine Jungs, namens Alexander Wolf, Michael Rösch, Sven Fischer und Michael Greis! Hätte mich Jemand gefragt, ob die nachfolgende Siegerpräsentation zu toppen ist, hätte ich klar mit "nein" geantwortet. Ich habe mich getäuscht! Beim verlassen des Stadions hielt Raphael Poiree mit seinem Auto neben mir an, ließ die "Fenetrescheibe" runter und rief nach mir. Ich sah mich erstmal vergewissernd um, ob er auch wirklich mich meinte... UUUFF er meinte mich. Tief durchatmen! Nach dem Weg konnte er mich wohl kaum fragen. Er beugte sich etwas aus dem Fenster und fragte mich dann: " Do you want to have this?" und zeigte auf sein Trickot. Schade, dachte ich - gleich klingelt der Wecker! Hat er aber nicht und das Kneifen habe ich auch gemerkt. Also antwortete ich mit: " Yeees, wow! Wy Im? Its my day! Thank you. Ich nahm es ihm auch dann nicht übel, dass er keine Zeit mehr für ein Foto hatte. DANKE RAPH! Petra war Gott sei Dank Zeuge dieses Geschehens, sonst würde mir das Niemand glauben! Das kann ich ja selber kaum! Als wir abends gemeinsam im Wohnzimmer saßen wunderten wir uns, wo Zuzana eigentlich ist. Währendessen rieselte auch über sie ein Glücksregen! Denn sie traf beim Joggen auf Olga Zaitseva und sie liefen dann gemeinsam weiter. Zuzana ist übrigens auch eine Biathletin und kommt hoffentlich später in die tschechische Nationalmannschaft. Momentan ist sie noch Sommerbiathletin, aber im nächsten Jahr möchte sie ihr Glück auf dem Schnee probieren.

Am Samstag war das Sprintrennen der Frauen. Als wir ins Stadion kamen, war unsere erste Aufgabe unser Plackat bei extrem starken Wind wieder aufzubauen. Als wir damit fertig waren, bin ich in den Startbereich gegangen, um Uschi und Kati während ihres Startes zu filmen. Am Ende landete nur Kati auf dem Podest mit dem 2. Platz. Als sie nach der Siegerpräsentation zu mir kam, schenkte sie mir ihren Strauß *freu*. Uschi redete noch mit einem Mann von der ARD und kam dann noch mal kurz zu uns rüber. Um am Abend zur offiziellen Siegerehrung fahren zu können, mussten wir am Nachmittag Krümels Auto und die Einfahrt erstmal von einer gewaltigen Schneemasse befreien! Es war meine erste offizielle Siegerehrung zu einem Weltcup überhaupt! Wahnsinn! Brezno war zu meiner Überraschung hübsch rausgeputzt! Und es war eine tolle Stimmung! Nicht zuletzt, weil so viele Deutsche ganz oben standen! Dort hatte ich auch die Gelegenheit mich mit Liv Kjersti Eikeland zu unterhalten, Bilder zu knipsen und die Stimmung zu genießen!

Am Sonntag war Traumwetter und das passte zum erneutem Traumergebniss des Männerrennens in der Verolgung. Platz 1 belegte Sven Fischer, Platz 2 Ali Wolf, knapp vor dem drittplatziertem und strahlendem Michi Rösch. Platz 4 ging wieder an Michi Greis und zum "i" Tupf trug Ricco Gross mit dem 6. Platz bei! Nach dem Rennen war ich froh, dass mich Willi Fischer, Svens Vater mit in den, für die Zuschauer verbotenen Bereich nahm. DANKE WILLI! Die Pause bis zur Verfolgung der Damen nutzten wir, um Petras und Zuzanas Sachen aus Krümels Auto ins Stadion zu holen. Als wir zum vorletzten mal zu unserem Haus liefen hupte plötzlich ein Auto neben mir und ich dachte schon ich stehe irgendjemanden im Weg und drehte mich deshalb um. Michi Rösch winkte aus dem Auto zu mir rüber und verabschiedete sich. Krümel meinte dann nur noch: "Wow, jetzt wirst du sogar schon von den Biathleten persönlich verabschiedet!" Die Verfolgung der Damen ging mit Uschis drittem Platz für uns auch recht gut aus. Sie hat da nochmal so richtig gekämpft! Bevor ich mich von Kati verabschiedete, war sie diesmal die Verantwortliche für das Schlusswort meines Homevideos.

Als mich auf dem Heimweg meine angeschwächte Blase quälte, fuhr Krümel nach ca. zwei Stunden Fahrt eine Tankstelle vor Bratislava an und siehe da... Wer stand an der Kasse? Kati! ...

1.6.07 19:21


Weltcupbericht von Pokljuka 2004 - 2005

Vorab möchte ich es nicht versäumen, mich recht herzlich bei einigen Leuten zu bedanken, die mir diesen Weltcup zu etwas ganz Besonderem gemacht haben! Dieser Dank gilt: dem Uschi Disl Fanclub - für die gute Organisation und den Spass den wir gemeinsam hatten, Uschi Disl - für die Akkreditierung Uschis Vater - für die Jacke, die er mir geschenkt hat , Viktoria Franke - das ich mit in den Athleten und Pressebereich durfte, Kati Wilhelm - für ihr Geschenk und den Strauß, Liv Kjersti Eikeland - für ihr Startnummerleibchen, Sandrine Bailly - für einen netten Abend in der Disco und dreimal Rang 1, Magdalena Forsberg - für ihre Schlussmoderation auf meinem Homevideo, e-on ruhrgas - für die Werbegeschenke


Am Dienstag dem 15. Februar um kurz nach 12.00 Uhr klopfte Dani an die Fensterscheibe meines Autos, denn ich konnte nichts erkennen was sich auch nur im Umkreis von einem Meter neben mir abspielte und sah sie deshalb auch nicht ankommen. Der Grund war ein brutaler Schneesturm, der Oberhof absolut im Griff hatte. Es reichte unserem Schicksal vermutlich nicht aus, das wir schon eine halbe Ewigkeit bis Suhl brauchten. Nein!  Jetzt standen wir auch noch am Friedberg in einem nicht mehr enden wollendem Stau. Keine Ahnung wie, aber Dani, Dajana und ich, schafften es tatsächlich am Abend in München bei Krümel anzukommen. Krümel hatte sogar für uns Lasagne gemacht. Um 22.30 Uhr holten Krümel und ich noch Step und Steffi vom Bahnhof ab. Es dauerte nicht mehr lange und wir lagen alle im Schlafsack bzw. Bett.

Am nächsten Morgen den 16. Februar fuhren wir gegen 06.00 Uhr in der Früh los. Die verschneiten Strassen und chaotischen Wetterverhältnisse waren nichts Neues. Deshalb schafften wir es auch nicht mehr rechtzeitig, zu Beginn des Damentrainings im Biathlonstadion anzukommen. Wir fuhren direkt nach Bled und zogen in unsere Ferienwohnung ein. Praktisch fand ich, dass wir gleich drei Badezimmer hatten! Am Nachmittag liefen wir durch Bled und eine Runde um den See. Die Sonne lachte die Enten regelrecht an, die sich rutschend über das gefrorene Wasser quälten. Die frische Luft und das Spazieren gehen hat uns ganz schön hungrig gemacht und Krümel konnte es kaum erwarten mir den netten Kellner aus dem Kaffee zu zeigen. Als unser Essen endlich serviert wurde kamen Uschi, ihr Vater und co. durch die Eingangstür. Nachdem wir uns begrüßt hatten, setzten sie sich an unserem Nebentisch und der UDFC wendete sich wieder den wichtigen Dingen des Lebens zu, wie: " July, iss auf!" Ich gebe zu das Dies eine riesige Schwäche von mir ist! Der Abend fand seinen Ausklang in unserer Ferienwohnung bei Rotwein, Naschereien und der Planung für den kommenden Tag.

Am 17. Februar platzte ich vor Spannung auf das Stadion. Aber vorher mussten wir von Bled bis nach Pokljuka noch ca. eine halbe Stunde mit dem Auto Serbentienen hochtanzen! Endlich oben, war ich erstaunt, wie versteckt und abgelegen die Anlage ist. Die Tribühne war eher klein und man musste wahnsinnig aufpassen, das die Füsse nicht plötzlich schneller wurden, als der Rest des Körpers! Der Schießstand war zum greifen nah und wenn man sich umdrehte hatte man gute Sicht auf einen Streckenteil. Die Slowenen sind gute Gastgeber und wissen, wie man Stimmung unter die Zuschauer bringt. Wir begannen nun den Kampf mit unseren Fanclubplackaten, die im Wind wie Segel wehten. Nach dem Sprint der Damen fuhren wir wieder zurück nach Bled, in die Ferienwohnung. Am späten Nachmittag kochte Step für uns und es schmeckte so gut, dass nichts übrig geblieben ist! Am Abensd stand Disco auf unserem Programm und ich war ehrlich gesagt erst skeptisch und ich sollte mich getäuscht haben! Denn es war ein richtig schöner Abend. Die Stimmung war gut und unter die Gäste mischten sich die Biathlonteams von Norwegen, Frankreich, Slowenien und den USA. Sandrine Bailly setzte sich zu uns an den Tisch und soweit es unsere Sprachgrenzen zuliesen, hatten wir ein lustiges und schönes Gespräch. Später brachten wir Sandrine noch einen Tanzschritt bei. Tora Bergers Schuhe durfte ich auch des öfteren spühren. Das machte aber überhaupt nichts, denn wir hatten viel Spass!

Freitag der 18. Februar war der Tag der Verfolgung bei den Herren. Das Wetter war traumhaft und wir konnten sogar die Jacken ausziehen. Viktoria Franke von >>biathlon-online<< begrüßte mich und wir unterhielten uns eine Weile, bis kurz vor dem Rennen. Nach dem Rennen blieben wir zum Damentraining in Pokljuka und machten Fotos an der Strecke. Meine Fotosammlung "Biathleten und ich" wurde durch Katja Beer und Liv Kjersti Eikeland an diesem Tag erweitert. Uschi nahm sich während des Trainings auch einige Minuten für ein Gespräch mit uns Zeit. Gegen 16.00 Uhr, kurz bevor wir uns auf den Weg nach Bled machten, trafen wir noch einen netten Mitarbeiter von e-on ruhrgas, der mir erschien wie der Weihnachtsmann, denn er versorgte uns mit Autogrammkarten und tollen Werbegeschenken. Abends entschlossen wir uns Pizza essen zu gehen.

Am Samstag den 19. Februar wurden die Damen in das Verfolgungsrennen geschickt. Victoria war wie jeden Tag schon sehr früh im Stadion und ich begrüßte sie. Sie meinte dann,>> ob ich nicht Lust hätte mal in den Presse und Athletenbereich zu gehen. << Natürlich hatte ich Lust! Und so kam es, dass ich beim Zieleinlauf und bei der Siegerehrung direkt neben ARD, ZDF, eurosport, rbb... mit meiner Vidokamera stand. Nebenbei bemerkt war meine Kamera nicht halb so groß, wie so manches Teleobjektiv der Anderen. Ich bekam, wie auch schon in Oslo das Startnummerleibchen von Liv Kjersti Eikeland. Dajana schaffte es, sich auch irgendwie zur Siegerehrung durchzukämpfen. Sie bekam den Siegerstrauß von Sandrine Bailly und das Geschenk von Simone Denkinger. Kati Wilhelm schenkte mir von sich, das Gleiche und ich war total happy!

Der Sonntag begann mit Taschen packen und einem letzten gemeinsamen Frühstück in Bled. Trotz allem lagen wir gut in der Zeit und waren pünktlich im Stadion. Da es schneite zogen wir es vor, uns ins Festzelt zu setzten. Viky war auch schon da und zeigte mir ihre Bilder mit der Digitalkamera, die sie in den letzten Tagen gemacht hatte. Irgendwie verging die Zeit bis zum Massenstart der Männer und es schneite immernoch unaufhörlich. Heute blieb ich mit Dajana von Anfang an im Pressebereich und wir konnten wieder schöne Bilder machen. Eines meiner Highlights kam nach dem Massenstart der Damen, als ich all meinen Mut zusammennahm und Magdalena Forsberg fragte, ob sie nicht das Schlusswort dieses Weltcups auf meinem Homevideo sagen möchte! Ich war so richtig überrascht, als sie strahlend zustimmte und mich fragte, was sie sagen soll!

1.6.07 19:01


Weltcupbericht von Oberhof 2004 - 2005

Auch in diesem Jahr war der Weltcup in Oberhof wieder super gelaufen! Am Dienstag Früh traf ich mich mit Dani, Dajana, Krümel und Nancy vom UDFC zum Damentraining. Abgesehen vom Wetter war es toll, es war windig und kalt. Das Stadion war fast lehr (für oberhofer Verhältnisse) und man konnte so entspannt dem Treiben zusehen. Nach dem Training bedankte sich Sandrine Bailly für ihr eigenes Glückwunschplackat vom UDFC.

Leider konnte ich nur bei den Verfolgungsrennen am Sonntag live dabei sein! Dafür wurde ich  durch das sensationelle Mannschaftsergebniss der deutschen Biathleten belohnt! Anders als der Rest vom UDFC stand ich an der Strecke (Brixsteig), dort sieht man in Oberhof meiner Meinung nach am besten! Denn die Athleten sind wegen des steilen Hangs etwas langsamer und "saußen" nicht so fix an einem vorbei! Auch die Stimmung der Zuschauer ist dort kaum zu toppen! Nach den beiden Rennen traf ich vor dem VIP Zelt noch Petra Behle und gratulierte ihr nachträglich zum Geburtstag. Dann gings ab nach Hause!

31.5.07 19:37


Weltcupbericht von Oslo, am Holmenkollen 2004 - 2005

Mit vollbeladenem Auto, fuhren Dani, Dajana, Krümel und ich am 8. Dezember bei prallem Sonnenschein Richtung Skandinavien. Die Fahrt verlief problemlos und auf den Fähren (2mal ca.30min) wurde es keinem übel. Am nächsten Morgen, ca. 6.15 Uhr klopften wir bei Sigi und Steffi am Wohnmobil, das am Fusse des Holmenkollens geparkt war, an die Türe. "Aufstehen! Guten Morgen, wir sind endlich da!" Sigi kochte uns Kaffee und während wir so beim frühstücken waren, erzählte uns Steffi von dem Weltcup in Beitostölen, der eine Woche zuvor stattgefunden hatte. Auserhalb des Wohnmobils lag Oslo unter einem traumhaftem Sonnenaufgang! Frisch gestärkt und wärmer angezogen liefen wir ins Biathlonstadion, wo wir als erstes von Martina Glagow und Andrea Henkel, die voll bepackt auf den gleichen Weg waren, freundlich begrüßt wurden! Im Stadion trafen wir dann auch auf Marcus und Jörg vom Andrea Henkel Fanclub. Wir hatten einen super Platz und konnten das Rennen im Stadion, auf der Strecke und am Schießstand optimal verfolgen. Gegen 13.30 Uhr holten wir den Schlüssel für unsere Hütte an der Rezeption des Campingplatztes ab. Nun sahen wir uns das Männerrennen im TV an. Nur leider waren wir so übermüdet, das wir nicht wirklich viel davon mitbekamen! Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße und nach dem Abwasch spielten wir zusammen mit Sigi und Steffi, die uns besuchten, "Wer bin ich?", Scipo... Danach fiel ich total kaputt ins Bett!

Am 10. Dezember lag der Holmenkollen komplett im Nebel und das Damenrennen wurde auf den folgenden Tag verlegt. Nichts desto trotz, schauten wir uns das Damentraining an und verabredeten uns mit Uschi für den Nachmittag... . Wir saßen im Foyer des Hotels in dem u.a. die deutschen Biathleten untergebracht waren und warteten auf Uschi. Als sie kam, packte sie neugirieg ihre nachträglichen Geburtstagsgeschenke aus. Sie erzählte uns von Östersund und naschte nebenbei ein paar meiner Haribo Goldbären. Nach ca. einer Stunde Aufenthalt im Hotel, fuhren wir zurück in unsere Hütte und verbrachten den Rest des Tages dort und feierten fröhlich in Steffis Geburtstag rein.

Königliches Wetter hatten wir bei den Rennen am Samstag. Nachmittags kam Step an unserem Campingplatz an und wir freuten uns sehr, dass sie doch noch nachfliegen konnte! Dani, Dajana, Step und ich  fuhren ins Zentrum von Oslo. Wir sahen uns das Königshaus an und bummelten durch die kleinen Läden und Einkaufsstraßen mit skandinavischem Ambiente, stärkten uns beim "Goldenem M" und liefen zum Hafen von Oslo.

Am Samstag setzte sich das schöne Wetter fort, zu den Verfolgungsrennen der Frauen und Männer. Spektakulär war der Zieleinlauf von Sven Fischer und sein Sieg! Eines meiner persönlichen Höhepunkte am Holmenkollen war, als Liv Kjersti Eikeland (Norwegen) mir ihr Leibchen mit der Startnummer 36 schenkte! Es war ein unvergesslich schöner Weltcup mit tollen Rennen, traumhafter Landschaft und jeder Menge Spass!

31.5.07 19:34





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung